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Steven Gätjen trifft Brad Pitt und Quentin Tarantino

Donnerstag, August 6th, 2009

Moinsen meine liebe Filmfans,

heute möchte ich gerne meine paar Zeilen einem Film widmen, auf den viele Fans schon seit Monaten schmachtend warten: „Inglourious Basterds“.

Mittlerweile schon in fast jedem anderen Land wurde eine Premiere organisiert, aber keine war so groß und so gigantisch wie in Berlin im Berlinale Palast in der vergangenen Woche. Nicht nur, weil die Babelsberg Filmstudios in Berlin Potsdam Dreh und Angelpunkt der Produktion gewesen sind, sondern weil jeder deutsche Schauspieler und sogar Brad Pitt anwesend waren. Kommen wir gleich zum Superstar und Berlinliebhaber, weil er in der deutschen Hauptstadt viele Freunde hat.

Als Leuitenant Aldo Rayne ist es seine Aufgabe mit seinem kleinen Trupp möglichst viele Nazis zu erschlagen. Für den Vater von 6 Kindern stand es völlig außer Frage, ob er jetzt in einem Tarantino Film mitmachen würde oder nicht. Er sagt sofort zu. Zu privaten Themen hielt er sich aber ansonsten in unserem Interview sehr zurück. Und ich muss ganz ehrlich sagen, das stört mich nicht, ich spreche gerne über den Film über die Rolle über das ganze drum herum, aber ob er jetzt noch ein Kind adoptiert oder wie es in der Beziehung zwischen Angelina und ihm aussieht, interessiert mich wirklich nur ganz oberflächlich. Trotzdem mussten solche Fragen gestellt werden, denn Pro7 wollte das Interview nicht nur bei taff, sondern auch bei „red“ einsetzen und da ist so etwas gefragt. Anyway, Brad Pitt ist jemand der sich sehr gut Personen merken kann, ich hatte den Vorteil ihn in diesem Jahr schon zweimal interviewen zu dürfen, einmal zu Benjamin Button und beim zweiten mal auf dem roten Teppich der Oscars. Dennoch ist er jemand der es natürlich immer wieder versucht, wie ein kleines Kind, den Gegenüber zu foppen. Diesmal sprach er von der Tatsache, das er die Rolle nur bekommen hätte, weil er sich vor Quentin vornüberbeugen musste, er sei eine so genannte „Directors whore“. Darüber freut er sich dann wie ein kleines Schnitzel und man selbst weiß nicht wie man darauf jetzt reagieren sollte. Lange Rede kurzer Sinn, er ist ein wirklich „Klasse-Typ“ mit einer ordentlichen Portion Humor und viel Spaß bei der Arbeit.

Übrigens alle weiblichen Anwesenden haben während des 10 Minuten interviews keinen Mucks von sich gegeben, die waren wie hypnotisiert.

Der eigentliche Star bei „Inglourious Basterds“ an dem Tarantino übrigens knapp 10 Jahre geschrieben hat ist Christoph Waltz. Seine Kunst hat nicht nur die Goldene Palme verdient, sondern auch einen Oscar und da bin ich mal gespannt, ob sich die Academy dazu hinreißen lässt. Als Interviewpartner ist er ein hartes Stück Arbeit, aber auch eine tolle Herausforderung. Er seziert jede Frage und stellt anschließend die Frage an sich selbst in Frage. Das führt dazu das man häufig den Faden verliert, aber auch die eigene Fragetechnik hinterfragt. Ich hoffe ich habe Euch jetzt nicht verloren.

Je länger ich über den Film nachdenke, desto begeisterter bin ich. Tarantino hat wirklich wieder all seine Filmleidenschaft und sein Talent in ein Füllhorn gegossen und obwohl er hin und her gerissen war, zwischen einer mehrteiligen Fernsehserie und einer Trilogie, hat er es doch geschafft einen Film auf die Leinwand zu bannen, der den Kinozuschauer mitreißt. Alleine der Anfang, also das erste Kapitel, ist schon unglaublich. Ursprünglich 40 Minuten lang wurde es auf 20 Minuten gekürzt. Christoph Waltz steigert sich immer mehr und mehr, und wird immer perfider, gemeiner und rücksichtloser. Ich kann „Inglourious Basterds“ nur empfehlen. Übrigens sorgte Tarantino auch am Set für allerlei schöne zwischen Anekdoten. Nach jeder 100ten Filmrolle gab es für das ganze Team Tequilla, egal ob morgens, mittags oder abends. Er zeigte einmal wöchentlich, am Donnerstag, aus seiner Privatsammlung einen Film auf einem alten Kinoprojektor und hielt eine 10-minütige Laudatio, warum und wieso er diesen Film ausgewählt hatte. Alle Schauspieler bei diesem Projekt sagten, das sie noch nie jemanden kennen gelernt haben, der über ein solches Filmwissen verfügt. Für Daniel Brühl wurde das fast zum Verhängnis. Er wollte unbedingt bei diesem Filmprojekt mitmachen und am Abend vor dem Casting wollte er Tarantino beeindrucken und mit ihm ein bisschen über das Filmgenre parlieren. Nach spätestens 3 Minuten war Tarantino in seiner eigenen Welt und die Möglichkeit für Daniel ihn zu beeindrucken futsch. Zu Recht hat er aber dennoch in dem Film mitgespielt. Und zu Recht hat Tarantino jetzt auch eine eigene Straße in den Babelsberg Studios, sie ist direkt an der Ecke von der Georg Wilhelm Pabst Strasse, seinem filmerischen Idol.

Bis nächste Woche

Euer Steven Gätjen

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Harry Potter, Maria und die Entführung der U-Bahn Pelham

Samstag, Juli 25th, 2009

Meine lieben Filmfreunde,
diese Woche war wirklich eine harte Kinowowche, was heißt hier hart, ich liebe es ins Kino zu gehen, aber es kam schon sehr geballt.
Los ging es mit “Die Entführung der U-Bahn Pelham 1,2,3” ein Remake eines alten Walther Matthau Klassikers, von Tony Scott, mit Denzel Washington und John Travolta in den Hauptrollen.
Das vierte mal das der Regisseur und unser zweifacher Oscargewinner zusammen gearbeitet haben und laut Gerüchten werden sie es auch ein 5tes mal machen. Gleich vorweg, der Film ist gut. Solide kann man auch sagen. Gute Action und zwei hervorragende Darsteller. Die Geschichte ist an einigen Ecken ein bisschen wirr. Die Postproduktion dieses Streifens fiel direkt in den Zeitraum, als John Travoltas Sohn Jett ums Leben kam und überschattete damit auch den Start. Denzel Washington sagte, das obwohl die beiden seit mehreren Jahren zu den Top Leuten in Hollywood gehören, sie bisher wenig Berührungspunkte hatten, sich das seit den gemeinsamen Dreharbeiten natürlich geändert hat. Denzel stand und steht seinem Kollegen in diesen immer noch schwierigen Zeiten beiseite. Hoffen wir das John Travolta wieder die Kurve bekommt, wir drücken auf jedem Fall nach so einem schweren Schicksalsschlag die Daumen.
Übrigens Denzel Washington erzählte beim Interviewjunket ein paar sehr skurrile Dinge. Im Gespräch mit Sony Pictures Deutschland Chef Martin Bachmann erzählte er, dass er bei ihrem letzten Treffen mit einem Vorschlaghammer noch Stücke aus der Berliner Mauer herausschlug. Ihm war es etwas peinlich aber, Denzel sagte weiter, während einige Kollegen Autos, Briefmarken, DVD’s, Bilder oder andere Dinge sammeln, hätte er eine ganz bizarre Sammlung zu Hause. Nicht nur ein Stück aus der Berliner Mauer, sondern auch Staub und Teile vom World Trade Center nach dem 11ten September. Er sei nach der Katastrophe in die Nähe des Unglücksortes gegangen und hätte sich ohne nachzudenken einfach etwas eingesteckt. Interessant!

Nächstes Thema, ein Film aus Deutschland: “Maria, ihm schmeckt’s nicht” mit Christian Ulmen und Mina Tander in den Hauptrollen, nach dem Bestseller von Jan Weiler. Das letzte mal als ich Christian Ulmen gesehen habe, ist fast 10 Jahre her, als unsere gemeinsame Zeit bei MTV endete. Ein großartiger Kerl, unglaublich kreativ, ohne Scheu alles was ihn interessiert auszuprobieren und das mit der richtigen Portion Humor. Alles genauso wie damals, nur, dass seine Karriere noch einen unglaublichen Kick bekommen hat.
Bei Ulmen.TV und “Mein neuer bester Freund” konnte er immer schon mal zeigen was schauspielerisch in ihm steckt. Seit “Herr Lehmann” gibt er jetzt richtig Gas auf der großen Leinwand. Als trotteliger und spießiger Verlobter einer Halbitalienerin, der bei den Planungen der gemeinsamen Hochzeit von den italienischen Verwandten in spe in den Wahnsinn getrieben wird, macht er in dem aktuellen Film eine wirklich großartige Figur. An seiner Seite die bezaubernde Mina Tander, witzig, charmant und sehr attraktiv. Wer sich in diesem verregneten Sommer verzaubern lassen möchte und Lust hat richtig loszulachen, der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.

Dann habe ich es endlich geschafft mir den 6ten “Harry Potter” reinzupfeifen. Im letzten Jahr durfte ich für Warner Bros. und Pro7 in den Leavesden Studios ein “Harry Potter Spezial” zum “Halbblutprinz” drehen. Sehr beeindruckend was dort vor Ort für ein Aufwand betrieben wurde. Das Ergebnis im Kino ist aber komplett anders, als ich es mir damals vor Ort vorgestellt habe. Dreharbeiten vor Ort und der Film sind großartig geworden. Ein komplett anderer Harry Potter Film, als man es gewohnt ist. Die Jungs und Mädels sind richtig erwachsen geworden. Der Look ist fantastisch und die schauspielerischen Leistungen ebenfalls. Für mich müsste der Film aber “Ron Weasley, ach ja und der Harry Potter” heißen, denn es ist der Film von Rupert Grint. Wie er den liebestrunken Harry und Horace Slughorn zum Wahnsinn bringt und einfach nicht verstehen will, dass Hermione total auf ihn steht, großartig. Ich freue mich auf die beiden letzten Filme.

Nächste Woche dann mehr zu “G.I. Joe” und vor allen Dingen von der Premiere von “Inglourious Basterds“. Bis dahin genießt das Wetter, es ist perfekt für einen Kinobesuch.

Bis dahin, liebe Grüsse
Euer Steven

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Brüno & State of Play

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Hallo liebe Filmfreunde,
heute möchte ich gleich über 2 Filme mit Euch sprechen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite „Brüno“ von und mit Sascha Baron Cohen und auf der anderen Seite „State of Play“ mit Russel Crowe, Ben Affleck, Helen Mirren und noch vielen mehr.

Fangen wir mit „Brüno“ an. Ich habe sehr viel erwartet, denn die Trailer haben die Messlatte schon ziemlich hoch gehängt. Ich wurde nicht enttäuscht, ich hatte einen Heidenspaß im Kino und es ist immer wieder bewundernswert wie es Sacha Baron Cohen schafft, auch noch den allerletzten Tropfen Ehrgefühl bei seinen Gästen, Opfern und Kandidaten auszutrocknen.
Jetzt kommt die große Frage, die nach dem Film vor dem Kino ganz heiß diskutiert wurde: War alles, bis auf die paar Dialogszenen zwischendurch mit seinem Assistenten, wirklich improvisiert und dokumentarisch?
Es ist ein Fake, weil…: es Situationen gab die so absurd wirkten, dass man sich als Zuschauer einfach nicht vorstellen konnte, das es Menschen gibt die so naiv und dumm sind. Beispiel, das Fotoshooting bei dem Brüno die Eltern kleiner Kinder fragt, ob sie Probleme damit hätten, wenn ihre 3-5 Jährigen Zöglinge mit schwerem Arbeitsgerät hantieren müssten, oder ob es problematisch sei, sie an ein Kreuz zu nageln. Oder Brünos Gespräch mit einem hohen Mitglied der Al Aksa Brigaden, das damit endete, dass er unter Waffenschutz schnell das Gelände verlassen musste.
Es ist KEIN Fake, weil…: ich Sacha Baron Cohen nicht zutraue, den Erfolg von „Borat“ nur kopieren zu wollen. Der Mann ist ein Workaholic, das bedeutet er arbeitet so lange an einer Figur bis sie bis ins kleinste Detail perfekt ist, damit er nicht erkannt wird. Warum sollte er sich diese Mühe machen, um dann doch im Nachhinein alle für dumm zu verkaufen. Apropos dumm, auch das entspricht der Realität. Es gibt einfach unglaublich naive, schrecklich ignorante Menschen, die wie im Fall des Fotoshootings, alles machen, um berühmt zu werden. Ich kann nach meiner Erfahrung bei „Sommermädchen 2009“ ein Lied davon singen.
Auch wenn einige Szenen mich immer noch skeptisch machen, bin ich der Meinung, dass diese Szenen nicht nachgestellt sind. Schaut es Euch selbst an.

Kommen wir zum zweiten Film „State of Play“. Ein solider Thriller mit wirklich guten Darstellern, allen voran Ben Affleck und Russel Crowe. Jetzt kommt aber mein eigentliches Urteil: Ich habe das Ende nicht verstanden. Keine Ahnung, Zero, Nichts, es ist für mich nicht nachvollziehbar, bzw. verständlich. Vielleicht gehöre ich jetzt in die Kategorie der oben genannten, die sich in Zukunft auf einen Besuch von Brüno freuen können, aber ich kann das Ende nicht erklären.
Bis zu dem Punkt als Ben Affleck, mit Robin Wright Penn im Verlagsgebäude von Helen Mirren auftaucht, um sich von Russel Crowe interviewen zu lassen, war alles klar, aber dann keine Ahnung. Ich bin damit zum Glück nicht alleine auf dieser Welt. Das Original lief in England in der BBC und war eine Serie mit mehreren Teilen. Hier musste Hollywood wieder komprimieren und straffen. Das ist gelungen, bis auf das Ende.

Heute bin ich, wie ihr lesen könnt ein bisschen verwirrt. 2 Filme von denen ich es anfangs nicht erwartet hätte, haben mich nachdenklich zurückgelassen.
Aber das ist Kino, häufig bekommt man noch Dinge zu sehen, die man nicht für möglich gehalten hätte und das bleibt hoffentlich so.

Bis zum nächsten mal.
Und Tschüß.
Lg Euer
Steven Gätjen

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Premiere von Transformers – Die Rache

Dienstag, Juni 23rd, 2009

Hallo liebe Filmfreunde,
es gibt ganz bestimmte Kriterien für meine Kinobesuche. Das varriert natürlich mit dem Film ein bisschen, aber vor allen Dingen brauche ich eine große Leinwand und einen erstklassigen Surround Sound. Schön finde ich es, wenn ein netter Kinomitarbeiter den Ton auch voll aufdreht, großartig.
Besonders bei dem Film über den ich heute sprechen möchte. Interessant sind die Ideen, die den meisten Hollywoodstudios einfallen, um eine neue Geschichte auf Zelluloid zu bannen:
Remakes- immer gerne genommen, da wird die Haltbarkeit alter Meisterwerke auch nicht mehr all zu ernst genommen und ein Film von vor 5 Jahren gilt schon als “Remake-bar”.
Bücher- na logisch wer will seine Helden aus der eigenen Fantasie nicht auf der Leinwand sehen
Brettspiele- eine neuer interessanter Trend, momentan angeblich in der Mache: eine Kinoversion von “Mensch ärgere Dich nicht”, “Monopoly” und “Schiffe versenken”
und last but not least natürlich Kinderspielzeug.
Ihr wisst bestimmt, worauf ich hinaus will?! Richtig geraten 2007 hatten Steven Spielberg und Michael Bay die Idee Hasbros Vorzeigespielzeuge in einen Film zu verwandeln: Transformers.
Ich war begeistert. Shia LeBoeuf, Megan Fox und viele lebendig gewordene Autobots und Decepticons.
Klar, dass nach 700 Millionen Dollar Einspielergebnissen weltweit ein zweiter Teil folgen musste.
Transformers-Revenge of the Fallen“. Noch länger, ganze 5 Minuten, noch mehr Roboter, statt 13 jetzt 46 und natürlich noch mehr Special Effects aus dem Hause ILM.
Die Geschichte versandet dabei im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig, aber wer auf solche Filme steht, der wird absolut begeistert und geflashed aus seinem Lieblingskino herausstiefeln.

Vor knapp einer Woche fand die Deutschlandpremiere in Berlin statt. Mit hohem Besuch: Megan Fox, Shia LeBoeuf und Michael Bay waren vor Ort.
Fangen wir mit der Dame an. Unglaublich attraktiv, sehr, sehr sexy, aber es tut mir leid, wirklich keine Intelligenzbombe. Es ist natürlich schwierig darüber zu urteilen wie ein Mensch wirklich tickt, wenn man gerade mal 7 Minuten mit ihr sprechen darf, aber ihre Ausstrahlung ist leider wirklich gleich Null. Ganz anders Shia. Er sprudelt nur so vor Lust, Spaß und Energie und ist unglaublich freundlich und offen.
Für ihn war es auch ein absolutes Erlebnis diesen zweiten Teil zu drehen und ich bin mir ganz ganz sicher, dass wir noch viel von ihm in Zukunft sehen und hören werden. Sein Lieblingsthema bei seinem 24 Stunden Besuch in Berlin war, die angeblich größte Filmexplosion mit Darstellern aller Zeiten. Natürlich für diesen Film ausgedacht und aufgebaut. 7 Monate Vorbereitungszeit, laut seiner Aussage, Michael Bay sprach von 5 Monaten und so stritten und bekappelten sich die beiden den ganzen Tag. Michael Bay ist sicherlich auch auf Grund seines Erfolgs ein etwas eigenartiger Mann. Sehr, sehr selbstbewusst und das zeitweiese mit einer unnötigen Arroganz. Dennoch finde ich seine Filme, die von Kritikern gehasst und Fans geliebt werden, super. Übrigens war nicht zu übersehen, dass die beiden Männer in der amerikanischen Entourage alles andere als begeistert von Ihrer Kollegin sind. Sie haben sich keine Mühe gegeben sie in die Runde mit aufzunehmen und jede Gelegenheit genutzt sie zu veräppeln. Was sie definitv bemerkt hat. Hübsch, aber ein bisschen naiv.

Der Film ist wie eine Achterbaghnfahrt auf Speed mit einem riesigen Eimer voller bunter Farbe. Am Ende ist man total platt, von oben bis unten bekleckert, aber fröhlich und absolut bester Dinge. Nummer 3 ist auch schon in Arbeit. Ick freu mir.

Lg
Euer Steven

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Europapremiere von Terminator: Die Erlösung

Donnerstag, Juni 4th, 2009

Hallo liebe WeLike Filmfreunde,
ich melde mich nach kurzer Abstinenz wieder mit einem neuen Blog zu einem neuen Film.

Letzte Woche hat es mich in die Stadt der Liebe, Paris, verschlagen. Anlass war kein romantisches Tete a Tete, sondern die Europapremiere von „Terminator – Salvation / auf deutsch „Die Erlösung“.

Zu Gast neben vielen sehr geschätzten Kollegen und Kolleginnen aus aller Welt, waren Regisseur McG, Christian Bale, Bryce Dallas Howard, Moon Bloodgood und Anton Yelchin.

In einem edlen Pariser Hotel wurde eine ganze Etage in eine apokalyptische Welt nach dem Geschmack der Terminator gestaltet. Überall wurden militärische Accessoires verbraten.

Mein erster Gesprächspartner war McG, der von den Hardcore Terminator Fans monatelang härtesten Gegenwind bekam, da er sich durch seine vorherigen Filme über „Charlies Angels“ alles andere als Lorbeeren einheimste und somit für diese Verfilmung anbot. Er war offen, sehr freundlich und sich absolut darüber im Klaren, das dieser Film seine große Chance sein würde sich zu rehabilitieren. Ihm ist es zum großen Teil gelungen.

Wirklich spektakuläre Actionsequenzen sind zu sehen mit beeindruckenden Kamerafahrten und ein paar neuen „Terminators“, die es in sich haben. Das einzig schwierige ist die Geschichte, da werden jetzt einige Schlaumeier sagen: „Aber es ist doch ein Actionfilm, da braucht man keine Geschichte.“ Das ist definitiv zu einfach, die ersten beiden „Terminator Filme“ waren großartig, weil sie eine gute Geschichte erzählten und in sich komplett schlüssig waren, der dritte zählt für mich nicht. Außerdem hat das Kino gezeigt, das Action und Geschichte sehr gut zueinander passen, ob bei Spiderman, Transporter, Die Hard, Lethal Weapon oder Batman. Sie muss nicht hoch intellektuell sein, aber einigermaßen nachvollziehbar. Das ist der neue Terminator Film an vielen Stellen nicht. Das macht ihn nicht schlecht, aber nimmt ihm die Power ganz groß zu werden. McG ist und war ein großer Terminator Fan und hat genau darauf geachtet, das einige ganz wichtige inhaltliche Komponente der ersten beiden Filme wiederkehren.

Vom legendären „I’ll be back“, über das laden einer doppelläufigen Schrotflinte mit nur einer Hand, bis zum Cameo von Arnie. Das sind die feinen kleinen Highlights. Alles in allem hat McG einen guten Job gemacht, der mit Sicherheit ein Sequel nach sich ziehen wird.

Moon Bloodgood und Bryce Dallas Howard, sehr hübsche Frauen, aber mit eher kleinen Rollen in dem Film. Beide waren sehr gesprächig und hoffen auf ein Sequel mit sehr viel Action.

Anton Yelchin ist der Mann des frischen Blockbuster Jahres 2009, eine große Rolle im neuen „Star Trek“, als „Chekov“ und hier jetzt als „Kyle Reese“, dem Vater des Revolutionärs gegen Cyberdine. Es ist wirklich ein Vergnügen ihm bei der Arbeit zuzuschauen, er hat sehr viel Spaß gepaart mit einem unglaublichen Talent, was will man mehr. Im Interview merkt man ihm an, dass das alles noch so aufregend und neu ist, das er es selbst noch nicht glauben mag. Von ihm werden wir noch sehr viel sehen.

Last but not least der neben Will Smith und Brad Pitt, wohl derzeit „Most Bankable Star“: Christian Bale. Ein Mann der ohne Umschweife darauf hinweist, das Journalisten nicht zu seiner Lieblingsspezies Mensch gehört und er auf dem Set von „Terminator Salvation“ den Director of Photography in 4 Minuten richtig rund gemacht hat (zu sehen auf youtube: Christian Bale Terminator Tirade). Wie würde er sich verhalten, was würde er sagen und werde ich da jemals wieder heil rauskommen? Der Interviewslot, ganze 3 Minuten.

Gegenüber sitzt mir ein Typ meinen Alters dem man im ersten Moment gar nicht zutraut, dass er Batman wiederbelebt hat und John Connor am neu erfinden ist. Er sieht überarbeitet aus und ein wenig genervt, oder geht da meine Fantasie mit mir durch. Ich stelle die erste Frage und habe gleich schon die nächste im Kopf, falls eine klassische 5 Sekunden Antwort kommt. Nichts da, er redet fröhlich drauf los, bei Frage 2 wird er noch engagierter und bei Frage 3 lächelt er sogar. Dann sind 3 Minuten rum.

Fazit, wirklich sehr toll organisierte 2 Tage in Paris, dennoch sind es leider kurze Interviewslots mit redseligen Stars und einer Premiere, die in Größe und Umfang nicht mit den deutschen Premieren zu vergleichen sind, denn die bei uns sind dem Anlass entsprechend wirklich spannender und glamouröser.

Der Film ist etwas für Fans, die offen sind für neue Dinge, mein Fall war es leider nicht so.

Bis zum nächsten mal
Liebe Grüße
Euer Steven Gätjen

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Der neue Jim Jarmusch Film "The Limits of Control

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Alle paar Jahre fällt das Weihnachtsfest und der Geburtstag auf einen Tag. Nämlich immer dann, wenn ein Film von Jim Jarmusch in das Kino meines Vertrauens kommt. Ein Film zum Zurücklegen, in dem anders gehandelt, gedacht, gesprochen und gefilmt wird, als man es üblicherweise kennt. Angenehm und aufregend ist das. Schon nach wenigen Minuten ist alles wieder da, was ich an ihm so liebe. Da ist die Einstellung auf den Gitarrenkoffer in der Hand eines Bluesmusikers, der Blick aus dem fahrenden Auto auf Häuserzeilen, die die besten Tage hinter sich haben und natürlich diese Musik, die mit den Bildern verschmilzt und eine eigene Sprache spricht. Wir sind endlich wieder unterwegs. Glitzernde Straßengassen in der Nacht, Cafes, in denen Streichholzschachteln mit versteckten Botschaften an einen Killer überreicht werden, Sonne, gleissendes Licht, unglaubliche Bildsprache und plötzlich ist man aus der Jarmusch Heimat Amerika in Spanien gelandet. Handlung? Unwichtig. Figuren? Sehr wichtig! Von ihnen geht eine fast buddhistische Ruhe aus. Sie bewegen sich mit schrägen Gedankengängen durch eine Welt voll mit Merkwürdigkeiten, bei denen einem nichts anderes übrig bleibt  als absurde Schlussfolgerungen zu ziehen. Das ist der Moment, in dem Jim Jarmusch den Zuschauer da hat, wo er ihn haben will.

So weit ist Jim Jarmusch mit seiner assoziativen Sprache noch nie gegangen. Nicht in “Permanent Vacation” und nicht in “Stranger than paradise“. Dafür wimmelt es im Film nur so vor Anspielungen auf Filme wie “Point Blank“,oder “Der unsichtbare Dritte“. Hier spielt ein Regisseur mit unserer Liebe zum Kino und mit der Lust an grandiosen Bildern, ohne eine logische Geschichte zu erzählen. Die Schauspieler sind wie immer ein Glücksgriff: Isaach de Bancholè, den wir schon aus “Night on Earth” kennen, John Hurt mit seinem Gitarrenkoffer und wieder Bill Murray, dessen Gesicht für die Welt des Jim Jarmusch wie geschaffen ist. Erzählkino war gestern, dies hier ist Filmkunst, von dem größten aller Regisseure, dem Retter des anspruchsvollen Films. Gebt dem Mann ein Oscar für sein Lebenswerk! Doch seht selbst: Hier geht’s zum Filmtrailer!, und hier findet Ihr andere Jim Jarmusch Fans.

Andreas Heineke

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X-Men-Origins: Wolverine

Donnerstag, Mai 7th, 2009

Moin, Moin,

heute möchte ich mich gerne den Superhelden im Filmgenre widmen und dabei Einem ganz speziellen, den ich schon vor 2 Wochen angesprochen habe: „Wolverine“. Eine Figur die einem neben Superman, Batman und Spiderman vielleicht nicht gleich unbedingt beim Wort „Superheld“ in den Sinn kommt, denn er ist eher ein Antiheld. Raubeinig, wortkarg und immer extrem sauer.

Das macht ihn auf der anderen Seite, aber so sympathisch. Wir Kinofans können uns alle freuen, das die Batman Mania die in den 90er ihren Höhepunkt mit Joel Schumachers Film „Batman & Robin“ ihren Höhepunkt fand, zu Ende ist. Einfach zu bunt und am Ende nur noch chaotisch, wichtig waren Superstars, nicht die Geschichte. Das änderte sich mit Bryan Singer und Christopher Nolan, sie machten die Superhelden, so menschlich wie möglich, trotz ihrer Kräfte.Ich will böse, dunkle, mystische und gefährliche Superhelden. „Spiderman 1“ war sehr gut, „Batman Begins“ großartig und „The Dark Knight“ fantastisch.

Wo passt also „Wolverine“ rein?

Hugh Jackman sagte im Interview, das es seit dem ersten Teil der „X-Men“ sein größter Wunsch war, einen eigenen „Wolverine“ Film zu drehen. 8 Jahre hat es gedauert und 13 lange Monate ist er jeden morgen um 5 Uhr aufgestanden um seinen Körper zu meißeln und für diese Rolle zu stählen. Kein Wunder, das er zum „Sexiest Man Alive“ gewählt wurde. Für die Rolle war er also bereit.

Aber womit anfangen, wie die Geschichte starten? Es gibt so viele Geschichten zu den Anfängen von „Wolverine“, welche nehmen, ohne die Hardcore Fans zu verprellen? Hugh Jackman wählte die goldene Mitte, er nahm einige Passagen aus dem Comicbuch von „Wolverine-Origins“ und garnierte sie mit einer eigenen Story und einem Nebenbuhler, der auch gleichzeitig sein Bruder ist, Liev Schreiber alias Sabretooth. Für mich der eigentlich Clou des ganzen Films. Als Produzent schreckte Hugh aber auch nicht davor zurück andere interessante Casting-Entscheidungen zu treffen. Wie zum Beispiel mit Will I.am (von den Black Eyed Peas) , als John Wraith oder Dominic Monaghan, als Bolt. All das passt perfekt und man merkt das eine Menge Herzblut in dem Film steckt. Viele Kollegen die mit mir in der Pressevorführung saßen, sagten ihnen hätte der Film nicht gefallen, aber entweder habe ich ihn nicht verstanden, oder ich bin extrem leicht zufrieden zu stellen (was ich bezweifle), denn ich fand ihn absolut großartig. Super Action, sehr gute Schauspieler und ein offenes Ende.

Einziger Wehrmutstropfen, am Ende taucht ein extrem verjüngter Patrick Stewart, als Professor Charles Xavier, auf, bei dem man eindeutig sieht, dass sein verjüngtes „Ich“ am Computer hergestellt wurde. Man hätte ihn nur von hinten zeigen müssen und an Hand der Glatze und seiner Stimme hätten alle gewusst um wen es sich handelt. Nun noch mal zum Australier, der Logan die Härte und die Wut gibt, die der Charakter besitzt. Ein wirklich fantastischer Kerl, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch hochprofessionell und witzig ist. Jede Frage geht er mit Gelassenheit an und schreckt auch vor Ehrlichkeit nicht zurück. Für Ihn scheint dieses ganze politisch korrekte „blabla“ was seine Kollegen zelebrieren egal zu sein. Auf die Frage, was denn seine Frau zu seiner fantastischen Fitness gesagt hätte, antwortete er nur: „Für meine Frau ist wichtig, das die Frau neben ihrem Mann gut aussieht und nicht umgekehrt.“ Lange Rede kurzer Sinn, ich kann Euch „X-Men Origins-Wolverine“ nur absolut ans Herz legen, für mich eines der Highlights in diesem Jahr.

Euer Steven

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Männerabend mit Crank 2

Donnerstag, April 30th, 2009

Hallo liebe Filmfreunde,
heute möchte ich gerne mal ein Thema in die Runde werfen, das mich seit gestern Abend beschäftigt.
Ich habe mich dazu durchgerungen „Crank 2“ anzuschauen. Durchgerungen, weil mich schon der erste Teil nicht gänzlich überzeugen konnte, ich aber Jason Statham, als neuen Actionstar, großartig finde.
Nach dem Film entbrannte zwischen meinem Kumpel und mir eine heiße Diskussion, mit folgenden Schwerpunkten:

Während wir einen Männerabend machten, saßen unglaublich viele Pärchen mit uns im Kino. Meine Freundin wäre bestimmt nach wenigen Sekunden schreiend raus gelaufen.

Zu 1.: Ich habe schon viel gesehen, glaube ich, aber „Crank 2“ hat für mich eine komplett neue Dimension erreicht. Es gab Szenen die ich mir nicht anschauen konnte. Die Selbstverstümmelung des mexikanischen Handlangers, oder die Herz OP. Für mich definitiv zu viel und zu sinnlos.

Zu 2.: Sind Quentin Tarantinos Filme nicht genauso brutal? Wir erinnern uns an „Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“ oder auch „Kill Bill 1 & 2“. Trotzdem, für mich gibt es da einen großen Unterschied. Die Dialoge, die Geschichte und die Art und Weise wie die Filme gedreht werden, nehmen der Brutalität und dem Anteil der Fäkalsprache viel Wind aus den Segeln. Sie gefallen mir wesentlich besser. „Crank 2“ ist stilistisch, von den Kamerafahrten, vom Schnitt her auch wirklich großartig, aber er ist mir einfach zu brutal und Bai Ling geht mir tierisch auf die Nerven. Schaun mer mal was Tarantinos neuer Streifen „Inglourious Basterds“ mit sich bringt.

Zu 3.: Eine Frage die man eigentlich nicht stellen darf, wenn man sich einen Film anschaut. Jeder hat irgendwo eine Daseinsberechtigung. Die Frage bezieht sich eigentlich eher auf einzelne Szenen. Schon wieder wird in der Öffentlichkeit gevögelt, Chev Chelios und seine Angebetete treiben es diesmal auf einer Pferderennbahn. Zu lang und einfach nur nervig. Wie oben schon gesagt, schneidet sich ein Mexikaner mit einem Messer die Brustwarzen ab, oder säbelt einem Chinesen die Spitze des Ellenbogens weg. Grausam. Bai Ling, einfach nur schrecklich und genauso nervig wie bei Ihren Auftritten auf der Berlinale oder sonst wo in Deutschland. Witzig hingegen Jason Stathams Sprüche, die Flashback Szene mit Ginger Spice in einer Talkshow und der Gastauftritt von Corey Haim. Der sich nach all seinen Alkohol – und Drogenexzessen versucht wieder ins Business rein zu schauspielern.

Zu 4.: Jeder. Wie gesagt, Pärchen oder Kumpels, wobei ich sagen muss, dass wir gestern Abend den Altersdurchschnitt schon extrem durcheinander gebracht haben.

Mit dem Erfolg des ersten und jetzt auch zweiten Teils, passt es natürlich perfekt ins Bild, dass das Ende offen geblieben ist, für einen eventuellen dritten Teil, den ich mir dann sicherlich auch mit viel Ekelgefühl, aber aus reiner Neugier anschauen werde.

Bis nächste Woche.
Macht es gut.
Lg

Euer Steven

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