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Brüno & State of Play

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Hallo liebe Filmfreunde,
heute möchte ich gleich über 2 Filme mit Euch sprechen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite „Brüno“ von und mit Sascha Baron Cohen und auf der anderen Seite „State of Play“ mit Russel Crowe, Ben Affleck, Helen Mirren und noch vielen mehr.

Fangen wir mit „Brüno“ an. Ich habe sehr viel erwartet, denn die Trailer haben die Messlatte schon ziemlich hoch gehängt. Ich wurde nicht enttäuscht, ich hatte einen Heidenspaß im Kino und es ist immer wieder bewundernswert wie es Sacha Baron Cohen schafft, auch noch den allerletzten Tropfen Ehrgefühl bei seinen Gästen, Opfern und Kandidaten auszutrocknen.
Jetzt kommt die große Frage, die nach dem Film vor dem Kino ganz heiß diskutiert wurde: War alles, bis auf die paar Dialogszenen zwischendurch mit seinem Assistenten, wirklich improvisiert und dokumentarisch?
Es ist ein Fake, weil…: es Situationen gab die so absurd wirkten, dass man sich als Zuschauer einfach nicht vorstellen konnte, das es Menschen gibt die so naiv und dumm sind. Beispiel, das Fotoshooting bei dem Brüno die Eltern kleiner Kinder fragt, ob sie Probleme damit hätten, wenn ihre 3-5 Jährigen Zöglinge mit schwerem Arbeitsgerät hantieren müssten, oder ob es problematisch sei, sie an ein Kreuz zu nageln. Oder Brünos Gespräch mit einem hohen Mitglied der Al Aksa Brigaden, das damit endete, dass er unter Waffenschutz schnell das Gelände verlassen musste.
Es ist KEIN Fake, weil…: ich Sacha Baron Cohen nicht zutraue, den Erfolg von „Borat“ nur kopieren zu wollen. Der Mann ist ein Workaholic, das bedeutet er arbeitet so lange an einer Figur bis sie bis ins kleinste Detail perfekt ist, damit er nicht erkannt wird. Warum sollte er sich diese Mühe machen, um dann doch im Nachhinein alle für dumm zu verkaufen. Apropos dumm, auch das entspricht der Realität. Es gibt einfach unglaublich naive, schrecklich ignorante Menschen, die wie im Fall des Fotoshootings, alles machen, um berühmt zu werden. Ich kann nach meiner Erfahrung bei „Sommermädchen 2009“ ein Lied davon singen.
Auch wenn einige Szenen mich immer noch skeptisch machen, bin ich der Meinung, dass diese Szenen nicht nachgestellt sind. Schaut es Euch selbst an.

Kommen wir zum zweiten Film „State of Play“. Ein solider Thriller mit wirklich guten Darstellern, allen voran Ben Affleck und Russel Crowe. Jetzt kommt aber mein eigentliches Urteil: Ich habe das Ende nicht verstanden. Keine Ahnung, Zero, Nichts, es ist für mich nicht nachvollziehbar, bzw. verständlich. Vielleicht gehöre ich jetzt in die Kategorie der oben genannten, die sich in Zukunft auf einen Besuch von Brüno freuen können, aber ich kann das Ende nicht erklären.
Bis zu dem Punkt als Ben Affleck, mit Robin Wright Penn im Verlagsgebäude von Helen Mirren auftaucht, um sich von Russel Crowe interviewen zu lassen, war alles klar, aber dann keine Ahnung. Ich bin damit zum Glück nicht alleine auf dieser Welt. Das Original lief in England in der BBC und war eine Serie mit mehreren Teilen. Hier musste Hollywood wieder komprimieren und straffen. Das ist gelungen, bis auf das Ende.

Heute bin ich, wie ihr lesen könnt ein bisschen verwirrt. 2 Filme von denen ich es anfangs nicht erwartet hätte, haben mich nachdenklich zurückgelassen.
Aber das ist Kino, häufig bekommt man noch Dinge zu sehen, die man nicht für möglich gehalten hätte und das bleibt hoffentlich so.

Bis zum nächsten mal.
Und Tschüß.
Lg Euer
Steven Gätjen

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