Mittwoch, September 16th, 2009
Hallo liebe Kinofans & Freunde,
heute geht es nicht nur mit dem Kinoblog in eine neue Runde, in einem neuen hübschen Gewand, Dank der engagierten und kreativen Arbeit der weLike Mitarbeiter, sondern auch bei Pixar/Disney. Der mittlerweile 10te Kinofilm des Computeranimationsstudios steht ins Haus. Wahnsinn was die bis dato geleistet haben. Erinnert Ihr Euch noch an den ersten Film: Toy Story. Damals von allen belächelt und als behinderter Auswuchs der Filmindustrie abgeschrieben. Der Erfolg gab den so genannten Freaks damals recht und schon folgte ein Kassenschlager nach dem nächsten. Das faszinierende daran war, im Kino zu sitzen, neben einem die Großeltern, hinter einem eine Gruppe an Kindern, vor einem ein knutschendes Paar. Alle waren vertreten und sie alle haben gelacht, nicht immer an den gleichen Stellen, aber sie alle hatten Spaß. Unglaublich, das sc
hafft eigentlich kein Film heutzutage, aber warum? Das kann man mit einem Satz, den Pixars Oberguru John Lasseter (Die Unglaublichen, Wall-E, Ratatouille) von sich gab, beantworten: „Wir bei Pixar halten unser Publikum, ob groß oder klein, für sehr, sehr intelligent.“ Ich komme vom Fernsehen, da wird das Programm mittlerweile nach dem Prinzip, auch der dümmste muss es verstehen, oder zumindest glauben er versteht es. Und genau das ist der Unterschied. An jedem Film den die Pixar Jungs und Mädels machen sitzen sie 5 Jahre. Nicht weil sie darauf warten, dass die Computer besser werden und sie noch unglaublichere Landschaften und Figuren erschaffen können, sondern weil sie so lange an der Geschichte feilen und arbeiten. Jede Figur stimmt bis ins kleinste Detail, jede Geschichte ist wagemutig, kreativ und einfach faszinierend. Ich meine, wer kommt schon auf die Idee, Superhelden verklagen zu lassen, weil sie jemandem helfen wollten und der sich dabei verletzte, so dass sie nicht mehr Superhelden sein dürfen: Die Unglaublichen. Wer erfindet die Geschichte rund um einen kleinen Fisch der seinen Sohn bis nach Sydney verfolgt um ihm zu retten: Findet Nemo. Und wieso sprengt ein Roboter an den Kinokassen das Boxoffice, der noch nicht mal sprechen kann und die Hälfte des Films alleine auf einem Planeten Müll wegräumt. Das sind doch wirklich geile Filmgeschichten.
Der neueste Coup „Oben“ dreht sich um einen grantigen alten Rentner, der seiner Frau gegenüber ein Versprechen einlösen will. Mehr kann und möchte ich Euch zu diesem Film nicht verraten, aber ich kann Euch eins versprechen, mit diesem Film haben sich Pete Doctor & Bob Peterson, die Drehbuchautoren und Regisseure noch einmal selbst übertroffen. Die ersten 20 Minuten sind großartig. Das tolle daran ist, die Lebensgeschichte von Carl Fredericksen, dem alten Mann, wird erzählt, ohne Erklärungen. Jedes Bild spricht Bände, ohne das eine Synchronstimme alles kaputt redet. Man wird von Carls Schicksal sofort mitgerissen und berührt. Etwas das man in dieser Art und Weise bisher noch nie bei Pixar Filmen gesehen hat. Meine absolute Lieblingsfigur bei diesem Film ist aber der Pfadfinderjunge Russell, der seinen Optimismus und seinen Glauben an das Gute in der Welt durch nichts erschüttern lässt. Um den Film zu promoten haben sich Disney/Pixar eine tolle Aktion ausgedacht. Auf dem Leipziger Platz stand ein, von einer englischen Firma entworfener und gebauter, Ballon, der dem fliegenden Haus aus „Oben“ sehr ähnlich sah. Anschließend tauchte Dirk Bach auf, der im Film einem sprechenden Hund seine Stimme leiht, warum er sprechen kann müsst ihr selbst herausfinden (Die frage aller Fragen war: Wie viele Ballons braucht man damit Dirk Bach abhebt? Und die sollte beantwortet werden. Das ist gar nicht so einfach, Dirk ist nämlich nicht nur im Showgeschäft ein Schwergewicht, oder wie ein Kollege sagte, der einzige Mann Deutschlands der genauso breit wie hoch ist. Super sympathisch und für jeden Schabernack zu haben, ließ sich Dirk bereitwillig einen Fallschirmspringgurt anlegen und an jeder Schulter einen haken platzieren, an denen Ballons mit einem Durchmesser von 2,00 Meter platziert wurden. Was für ein geniales Bild. Nach 120 Ballons schwebte er dann knappe 3 Meter über dem Boden. Wie Karlsson vom Dach. Die Fotografen hätten Ihn gerne noch höher geschickt, aber das war bei den Winden und bei der Zugkraft der Ballons definitiv zu gefährlich. Nicht nur eine lustige Aktion, sondern auch ein großartiger Film. Ich bin mir sicher, wenn ihr jetzt nicht eine totale Abneigung gegenüber Pixar Filmen habt, werdet ihr Ihn lieben. Freut Euch auch auf den genialen Vorfilm. Also bis nächste Woche.
Ach ja, das mit den Ballons bitte nicht selbst ausprobieren!
Bis nächste Woche,
Euer Steven Gätjen
Tags: Animationsfilme, Dirk Bach, Disney, Filmblog, Oben!, Steven Gätjen
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