Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles, Teil 2


Meine lieben Filmfreunde,

ein weiterer Tag in Los Angeles neigt sich dem Ende zu und man kann förmlich das Knistern in der Luft spüren und die Aufregung vor dem großen Event am kommenden Sonntag. Es gibt in dieser Stadt, die ansonsten vor Entertainment News nur so brennt, nur noch ein Gesprächsthema und das sind die 82ten Academy Awards.

In den letzten Wochen wurde ja schon viel darüber geredet, das es das Jahr des deutschsprachigen Films ist. “Das weiße Band“, “The Last Station” (fast komplett mit deutschen Geldern finanziert und in Deutschland gedreht), Christoph Waltz (”Inglourious Basterds“), Michael Haneke, Christian Berger (Kameramann “Das weiße Band“), Hans Zimmer (Musik für “Sherlock Holmes“) und natürlich Sandra Bullock. Ja, genau, die Sandra Bullock, aus Filmen wie “Speed”, oder “Crash”, “A Time to kill”. Der Superstar und jetzt als “Beste Hauptdarstellerin” für einen Oscar nominiert. Sie hat eine deutsche Mutter, viele Verwandte in Deutschland und eine ganze Zeit auch bei uns gelebt. Außerdem hat sie auf deutsch bei den diesjährigen Golden Globes ihre Verwandten gegrüßt.

IMG_4004Das muss doch reichen! Ich mache natürlich nur einen Witz, Sandra Bullock ist eine Amerikanerin. Trotzdem finde ich im Vorfeld einer solchen Veranstaltung immer die ganzen Diskussionen, welches Land, sich wie wann zu wem bekennt und wer für wen was gewinnen darf. Darüber redet hier natürlich keiner, sondern eher über die Leute die alles auf dem roten Teppich erscheinen werden und wer definitiv nicht. Zu letzteren gehört auf jeden Fall einer der Produzenten von “The Hurt Locker“. Der im Vorfeld die Oscarstatuten missachtete und an die Mitglieder der Academy eine e-Mail schrieb, in der er dazu aufrief, seinen Film zu unterstützen, anstatt das “Avatar” Monster. Das fand keiner lustig und deshalb darf er jetzt nicht mehr kommen. Das stelle ich mir richtig schlimm vor, da arbeitet man jahrelang an einem Projekt, setzt es in die Tat um und dann darf man den Erfolg nicht mal genießen. Neue Laudatoren werden fast täglich zu der, mittlerweile schon vor Starpower platzenden, Liste hinzugefügt. Mit dabei sind Sascha Baron Cohen, Jason Bateman, Kathy Bates, Miley Cyrus (die Nervensäge; letztes Jahr sagte sie zu mir: 2010 bin ich mit meinem Kinofilm “Hannah Montana – Der Film” nominiert; Puh war das knapp), Robert Downey Jr., Zac Efron, Tina Fey, Samuel L. Jackson, Taylor Lautner, Kristen Stewart, Ben Stiller, Barbara Streisand, John Travolta und wieder Single Charlize Theron. Und morgen geht es bestimmt weiter.

IMG_4002Ganz heiß werden die Partytickets in diesem Jahr gehandelt. Jeden Abend in der Woche gibt es ein Minimum von 6 Veranstaltungen. Das interessante daran ist, das die meisten nicht von Filmstudios ausgerichtet werden, sondern von Sponsoren oder Zeitschriften. Die Filmstudios haben keine Lust mehr gegen die angesagten Parties der “Partykonkurrenz” anzustinken und sparen lieber das Geld für die nächste Zelluloid Party. Nach den Oscars gibt es 3 Veranstaltungen, um die man sich hier reißt. Vanity Fair ist das Fest mit der höchsten Promidichte, hier sind sie alle. Das schöne daran ist, es findet direkt vor meinem Hotel statt, auf der anderen Straßenseite im Sunset Tower Hotel. Elton Johns AIDS Foundation kann ebenfalls mit einer ganzen Reihe an A Promis im Pacific Design Center aufwarten und last but not least, in diesem Jahr zum ersten mal, lassen die Busenfreundinnen Demi Moore, Madonna und ihr Manager Guy Oseary, es in seinem haus in den Hollywood Hills richtig krachen. Diese Tickets kann man nicht kaufen, man wird persönlich eingeladen. Während sich die Entertainment Welt an dem Abend vergnügt werden wir hart arbeiten, damit ihr all das zu sehen bekommt, was diesen Tag ausmacht. Deswegen hier auch 2 Fotos von einem Teil unseres Teams vor Ort in Los Angeles.

Thilo verzweifelt manchmal an all der Recherche die bei einem solchen Event nötig sind und frisst dann seinen Computer, während Burkhard, Matthias, Philipp und Frank, mal bei dem ganzen Stress ein paar Minuten Kalifornische Sonne genießen können. Ein wirklich großartiges Team, Danke an die Jungs.

Ich melde mich morgen wieder mit weiteren Neuigkeiten aus der Traumfabrik.
Bis dahin, alles Gute.
Bleibt sauber.
Euer Steven Gätjen

One Response to “Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles, Teil 2”

  1. ich bin soo neidisch ;-) Würde gerne auch dort sein !!

    Viel Spaß weiterhin und Grüße an die Stars und Sternchen =)

Leave a Reply