Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles
Meine lieben Kinofreunde.
Es ist soweit die Oscars 2010 stehen vor der Tür und bevor ich gleich mit ein paar Geschichten aus dem “Filmland der Träume” loslege, möchte ich an dieser Stelle mal eine Lanze für die Lufthansa Board Crew brechen, mit denen ich fliegen durfte. Bei dem ganzen Stress, den das Bodenpersonal ausgehalten hat, nachdem Orkantief “Xynthia” über Deutschland hinwegfegte, musste sie ein paar angeschlagene Passagiere, dazu gehörte auch ich, wieder aufpäppeln. Das haben sie großartig gemacht, mit unglaublich viel Freundlichkeit und Fürsorge. Normalerweise ist man in knapp 12 Stunden in Los Angeles, ich habe insgesamt 25 Stunden gebraucht.
Darf und muss man ja auch mal sagen.
Als Beweis, dass ich jetzt da bin, aber noch nicht ganz Herr meiner Haare, seht ihr ja an den beiden Fotos. Der erste Promi lief mir dann gestern Abend im “Mel’s Diner” auf dem Sunset über den Weg: Suge Knight. Hat zwar rein gar nichts mit der Filmindustrie zu tun, aber ist ja auch ein Promi. Der Chef von Death Row Records sieht “life” noch viel Furchteinflößender aus. Beängstigend ist auch die Wettervorhersage für den Tag der Verleihung. Es soll angeblich aus Kübeln regnen. Wenn die Wettervorhersagen hier genauso akkurat sind, wie in Deutschland, dann wird hier sehr wahrscheinlich blitze blauer Himmel mit Temperaturen bis 40 Grad sein. Wir lassen uns überraschen. Gespannt bin ich auch auf Christoph Waltz am roten Teppich. Kollegen aus Österreich haben mir berichtet, dass ein Interview für den Golden Globe Gewinner, wie ein Boxkampf ist. Er will sich ständig messen und zeigen, wer der Bessere und Intelligentere ist. Oberflächliche und boulevardeske Fragen sind ihm zuwider.
Ansonsten macht gerade ein Thema hier Schlagzeilen. Die Hauptdarstellerin aus dem am 18. März in Deutschland startenden Film “Precious“, Gabourey Sidibe, wurde von der Straße weggecasted und hat noch nie eine Schauspielschule von innen gesehen. Jetzt wurde sie für den populärsten Filmpreis der Welt in einer Kategorie gewählt, neben Ikonen des Zelluloids wie Meryl Streep oder Helen Mirren. Eine wirklich beachtliche Leistung und ein Film, den man sehen sollte. Nun haben sich gleich 3 Fragen für Gabourey gestellt: Worauf muss ich bei diesen ganzen Events achten? Was soll ich anziehen? Und wen nehme ich mit? Tom Hanks beantwortet netterweise gleich die ersten beiden Fragen und sagte zu Gabourey: “Zieh Dir Turnschuhe an, denn Du musst eine ganze Menge laufen. Der Rest kommt von selbst, mach Dir keine Gedanken, bleib so wie Du bist.” Danke Tom. Bei der Beantwortung der zweiten Frage half sie sich gekonnt selbst. In einem Radiointerview gestand sie, das N’Sync Ihre Lieblingsband sei und Justin Timberlake doch unbedingt bei Ihr anrufen solle, damit sie gemeinsam zu den Oscars gehen können. Das nennt man schlaues Marketing und nette Publicity.
Ich werde mich jetzt mal wieder ins pralle Leben stürzen und ein paar spannende Geschichten und Fotos für Euch schießen.
Bis morgen, bis dahin alles Gute.
Euer Steven Gätjen
3 Responses to “Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles”
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Hey Steven, meine Frage, ob du wieder direkt aus LA blogst hat sich ja hiermit erledigt! Großartig, es geht also wieder los! Ich bin schon gespannt. Mittlerweile habe ich jetzt auch Invictus gesehen. So einen klaren Favoriten, wie im letzten Jahr mit Slumdog Millionaire habe ich in diesem Jahr irgendwie nicht. Das tippen fällt mir bisher relativ schwer. Wie siehts bei dir aus und welche nominierten Filme wirst du dir denn in dieser Woche noch ansehen? Und letzte Frage, wird Scott dich wieder am Sonntag unterstützen? Beste Grüße, Samir