Oscar Part 1. 16.2.2009


Hallo meine lieben welike, Film – und Oscarfreunde,

nach einem sehr angenehmen Flug, Dank ganz bezaubernder Lufthansa Stewardessen, bin ich heil, wohlbehalten und sogar entspannt inder Stadt der Engel angekommen. Das Wetter strahlend, aber für diese Jahreszeit ungewöhnlich kalt, nur 15 Grad, da würde mir jeder 2te von Euch, bestimmt gerne eins auf die Nase hauen, bei dem deutschen Schietwetter zur Zeit, aber die Kalifornier sind das einfach nicht gewöhnt. Auch wenn ich gestern schon wieder Horden von jungen platinblonden Nachwuchsschauspielerinnen, den Sunset Blvd. in Ugg Boots habe hin und herlaufen sehen, aber das machen die ja eigentlich immer. Sind halt blond :)

Das soll aber nicht unser Thema sein. 2 große Preisverleihungen stehen ins Haus, zum einen die VES Awards am Samstag den 21.2. (Ausstrahlung auf Pro7 am 26.2.), bei denen die besten Special Effects in den Bereichen Fernsehen, Werbung und Film vergeben werden. Im Century City Hyatt Hotel treffen dann 1500 Gäste aufeinander die in 25 verschiedenen Kategorien Preise vergeben. Gerüchten zufolge wird Steven Spielberg neben vielen Schauspielern und Regisseuren dort auftauchen.

Am 22.2. heißt es dann wieder “And the Oscar goes to…” und da habe ich mittlerweile meinen absoluten Favoriten. Vergesst “Benjamin Button“, “Frost/Nixon“, “The Wrestler” oder auch “Milk“, für mich ist “Slumdog Millionaire” der absolute Hammer. Bei uns in Deutschland startet er erst am 20.3.2009. Gestern Abend war ich im Arclight Cinema am Sunset und habe ihn mir angeschaut. Ich versuche mich jetzt ein bisschen zu zügeln, aber so etwas habe ich lange nicht mehr auf der großen Leinwand gesehen. Ein Film der alles hat, großartige Schauspieler, einen Hammer Soundtrack, indisch-amerikanischer Hip Hop und eine großartige Geschichte die fast alles beinhaltet: Korruption bei der Polizei, Umweltverschmutzung, Kindesmißbrauch, Mord, Brutalität, Aktion, Liebe, Herzschmerz, Spannung, Witz, Charme. Ihr denkt jetzt bestimmt, der Gätjen ist noch gejetlaged, aber mitnichten, dieser Film ist wirklich unglaublich. Danny Boyle, Regisseur von “Trainspotting“, “The Beach“, “28 Days Later” und auch “Sunshine” hat sich damit ein Denkmal geschaffen. Ich hoffe, das ich ihn am roten Teppich fragen kann, wie er diesen Film überhaupt gedreht hat, denn man taucht in die Stadt Mumbai und die Charaktere so tief ein, das man alles um sich herum total vergißt. Für mich in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Filmsong (gleich mit 2 Nominierungen in dieser Kategorie), Beste Filmmusik, ganz klarer Favorit. Er ist wirklich “that good”.

Ansonsten ist es momentan in Hollywood noch ein bisschen ruhig, die berühmte Ruhe vor dem Sturm, zum einen weil heute ein Feiertag ist, der sogenannte President’s day, an dem man allen amerikanischen Präsidenten, bis auf George W., huldigt und zum anderen weil natürlich jeder auf dem roten Teppich in Schönheit erstrahlen will.

Tanning Salons, also Toaster, gibt es auch in L.A., haben gerade Hochsasion, genauso wie Beauty Spas und der ein oder andere Schönheitschirurg, der nochmal mit Botox die letzten Fältchen glatt bügelt. Gen Mitte der Woche wird das treiben dann sehr viel bunter, weil alle Stars und Sternchen sich so langsam aber sicher in der Stadt einfinden und die Aufbauarbeiten am Kodak Theatre beginnen.

Blick aus meinem Hotelzimmer

Morgen bin ich wieder für Euch da mit neuen spannenden Geschichten.

Haltet Euch wacker und liebe Grüße aus Los Angeles

Euer Steven

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4 Responses to “Oscar Part 1. 16.2.2009”

  1. Stefan sagt:

    Danny Boyle mit Slumdog Millionär ist ja spätestens seit dem Gewinn des DGA awards ein ganz heisser Favorit für den Oscar 2009 als bester Regisseur. Mal gucken wieviele Oscars Slumdog Millionär am Ende absahnen wird. Ich denke das ist definitv der Geheimfavorit für die meisten Trophäen dieses Jahr!

  2. Scanner sagt:

    ich tippe auf BATMAN als Absahner – zumindest aber für “Beste Hauptrolle”!

  3. olaf sagt:

    Egal wer gewinnen sollte, es wird sicher knapp werden! Die Qualität der Filme ist in diesem Jahr besonders hoch, so dass ich keinen absoluten Favoriten als besten Film ausmachen kann. Ich räume dem Baader Meinhof Komplex eine gute Chance ein, den Oscar für den besten fremdsprachigen Film mit nach hause zu nehmen! Große Bilder zu einem brisanten Stoff…

  4. Steven sagt:

    Ich bin auch davon überzeugt, dass es ihn diesem Jahr ganz, ganz eng werden wird. Für mich ist der klare Favorit “Slumdog Millionaire” und “Benjamin Button” leider der große Verlierer.

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