Miley Cyrus – Stephen Gätjen über ein Phänomen der besonderen Art


Meine lieben Kinofreunde,

heute möchte ich mich einem Phänomen widmen, dem wir uns alle auf Dauer nicht entziehen können. Miley Cyrus. Ich weiß, viele von Euch werden jetzt erschrocken zurück weichen, aber keiner kann sich diesem unglaublichen Hype entziehen. Schaut man sich die Tenniepresse an, gibt es keine Zeitschrift auf der nicht irgendetwas über die bald 18jährige steht. Begonnen alles wieder in der Tennietalentschmiede Disney. Von Britney Spears, über Justin Timberlake, Zac Efron oder Vanessa Hudgens, des Gespür der Mousketeers für junge Talente ist enorm, auch wenn die natürlich knallhart durch die Maschinerie gequetscht werden, um alle Vorraussetzungen zu einem echten, lupenreinen Image zu erfüllen.

People Miley CyrusDoch das was man mit Hannah Montana und Miley Cyrus geschafft hat, überstieg selbst die kühnsten Erwartungen eines der größten Unternehmen unseres Planeten. Bei “Google” variiert die Zahl der Einträge über Miley Cyrus zwischen 34 und 35 Millionen. Angeblich hat sie mit Ihren Platten, Videos, Merchandise, Filmen und DVDs mittlerweile ein Privatvermögen von mehr als 1 Milliarde Dollar angehäuft. Mädchen und Jungen in der Pubertät kriegen gleichermaßen leuchtende Augen, wenn sie Ihren Namen hören. Aber auch irgendwann ist für eine aus Nashville stammende Künstlerin diese Zeit vorbei und man sehnt sich nach ernsteren Rollen, insgesamt will man einfach ernster genommen werden. Bei der Oscar Verleihung 2009, sagte sie zu mir am roten Teppich: “Nächstes Jahr bin ich mit einem meiner Filme selbst für einen Academy Award nominiert.” Ich hoffe sie meinte nicht “Hannah Montana“. Ihre Patentante Dolly Parton hat ihr sicherlich zugeflüstert, Musik und Glauben sind alles was Du brauchst mein Schätzchen, aber man muss sagen dafür ist die kleine Milliarderin zu schlau.

Einer der größten Schnulzenromanschreiber der Welt, Nicholas Sparks, dachte anscheinend genauso und schrieb ihr die Rolle der Ronnie, in der Drehbuchfassung seines Romans “The Last Song” auf den Leib. Und sie macht das wirklich gut. Man merkt, das sie wirklich Talent hat und ihr eine große Karriere bevor steht, auch wenn es an einigen Ecken noch ein bisschen unbeholfen wirkt. Aber man muss natürlich auch sagen, das die Verfilmung eines Nicholas Sparks Romans, jedes Klischee bedient, das man sich nur vorstellen kann. Rebellisches Kind entfernt sich von den Eltern, großes Musiktalent ohne Lust es zu nutzen, rebelliert gegen alles und jeden, eigentlich aber ein guter Kern, krebskranker Vater, Tierschützerin, der Sonnyboy mit einem dunklen Geheimnis, seine reichen Eltern die, die arme Miley verschmähen, die Dorfschönheiten die einfach nur zickig und nervig sind, die langsam entstehende Liebe, der Vertrauensbruch…etc.

Nun hat Miley angefangen, ihre Karriere in die eigenen Hände zu nehmen und ihren Fans zu zeigen, hört zu, langsam ist es Zeit erwachsen zu werden, aber natürlich nicht ohne Euch, also macht und kommt mit. Das sie nebenbei auch privat erwachsen wird, hat natürlich, wie es sich in Hollywood gehört mit dem Film zu tun. Sie und Co-Star Liam Hemsworth (angeblich der neue Conan) sind jetzt auch im echten Leben ein Paar, das hat Miley dazu veranlasst, kurz mal aus ihrer Portokasse ein Liebesnets für 3,4 Millionen Dollar für die beiden Kalifornien zu kaufen, natürlich neben dem Haus ihrer Eltern. Also lange Rede kurzer Sinn, Miley Cyrus wird es schaffen, vom Teeniestar zu einem Megastar zu werden und wer es gerne ganz schnulzig mag und vielleicht etwas bei seiner Freundin gut zu machen hat, oder ein Datemovie braucht der sollte sich “The Last Song” oder “Mit Dir an meiner Seite” nicht entgehen lassen.

Viel Spaß im Kino und bis bald

Euer Steven Gätjen

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