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Miley Cyrus – Stephen Gätjen über ein Phänomen der besonderen Art

Montag, April 26th, 2010

Meine lieben Kinofreunde,

heute möchte ich mich einem Phänomen widmen, dem wir uns alle auf Dauer nicht entziehen können. Miley Cyrus. Ich weiß, viele von Euch werden jetzt erschrocken zurück weichen, aber keiner kann sich diesem unglaublichen Hype entziehen. Schaut man sich die Tenniepresse an, gibt es keine Zeitschrift auf der nicht irgendetwas über die bald 18jährige steht. Begonnen alles wieder in der Tennietalentschmiede Disney. Von Britney Spears, über Justin Timberlake, Zac Efron oder Vanessa Hudgens, des Gespür der Mousketeers für junge Talente ist enorm, auch wenn die natürlich knallhart durch die Maschinerie gequetscht werden, um alle Vorraussetzungen zu einem echten, lupenreinen Image zu erfüllen.

People Miley CyrusDoch das was man mit Hannah Montana und Miley Cyrus geschafft hat, überstieg selbst die kühnsten Erwartungen eines der größten Unternehmen unseres Planeten. Bei “Google” variiert die Zahl der Einträge über Miley Cyrus zwischen 34 und 35 Millionen. Angeblich hat sie mit Ihren Platten, Videos, Merchandise, Filmen und DVDs mittlerweile ein Privatvermögen von mehr als 1 Milliarde Dollar angehäuft. Mädchen und Jungen in der Pubertät kriegen gleichermaßen leuchtende Augen, wenn sie Ihren Namen hören. Aber auch irgendwann ist für eine aus Nashville stammende Künstlerin diese Zeit vorbei und man sehnt sich nach ernsteren Rollen, insgesamt will man einfach ernster genommen werden. Bei der Oscar Verleihung 2009, sagte sie zu mir am roten Teppich: “Nächstes Jahr bin ich mit einem meiner Filme selbst für einen Academy Award nominiert.” Ich hoffe sie meinte nicht “Hannah Montana“. Ihre Patentante Dolly Parton hat ihr sicherlich zugeflüstert, Musik und Glauben sind alles was Du brauchst mein Schätzchen, aber man muss sagen dafür ist die kleine Milliarderin zu schlau.

Einer der größten Schnulzenromanschreiber der Welt, Nicholas Sparks, dachte anscheinend genauso und schrieb ihr die Rolle der Ronnie, in der Drehbuchfassung seines Romans “The Last Song” auf den Leib. Und sie macht das wirklich gut. Man merkt, das sie wirklich Talent hat und ihr eine große Karriere bevor steht, auch wenn es an einigen Ecken noch ein bisschen unbeholfen wirkt. Aber man muss natürlich auch sagen, das die Verfilmung eines Nicholas Sparks Romans, jedes Klischee bedient, das man sich nur vorstellen kann. Rebellisches Kind entfernt sich von den Eltern, großes Musiktalent ohne Lust es zu nutzen, rebelliert gegen alles und jeden, eigentlich aber ein guter Kern, krebskranker Vater, Tierschützerin, der Sonnyboy mit einem dunklen Geheimnis, seine reichen Eltern die, die arme Miley verschmähen, die Dorfschönheiten die einfach nur zickig und nervig sind, die langsam entstehende Liebe, der Vertrauensbruch…etc.

Nun hat Miley angefangen, ihre Karriere in die eigenen Hände zu nehmen und ihren Fans zu zeigen, hört zu, langsam ist es Zeit erwachsen zu werden, aber natürlich nicht ohne Euch, also macht und kommt mit. Das sie nebenbei auch privat erwachsen wird, hat natürlich, wie es sich in Hollywood gehört mit dem Film zu tun. Sie und Co-Star Liam Hemsworth (angeblich der neue Conan) sind jetzt auch im echten Leben ein Paar, das hat Miley dazu veranlasst, kurz mal aus ihrer Portokasse ein Liebesnets für 3,4 Millionen Dollar für die beiden Kalifornien zu kaufen, natürlich neben dem Haus ihrer Eltern. Also lange Rede kurzer Sinn, Miley Cyrus wird es schaffen, vom Teeniestar zu einem Megastar zu werden und wer es gerne ganz schnulzig mag und vielleicht etwas bei seiner Freundin gut zu machen hat, oder ein Datemovie braucht der sollte sich “The Last Song” oder “Mit Dir an meiner Seite” nicht entgehen lassen.

Viel Spaß im Kino und bis bald

Euer Steven Gätjen

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Wünsch mir was – Stephen Gätjen und seine Wünsche für den Kinosommer 2010

Dienstag, März 23rd, 2010

Was ich mir diesen Kinosommer wünsche?

Moin, moin meine lieben Kinofreunde,
in diesem Jahr schicke ich meine Wunschliste für den Weihnachtsmann etwas früher los, weil ich den Kinofrühling und Sommer kaum erwarten kann. Lieber Kinoweihnachtsmann, das wünsche ich mir:

- dass weiterhin viele Leute ins Kino gehen, damit in diesem Jahr endlich wieder ein neuer Besucherrekord aufgestellt wird
- dass in Hamburg ein weiteres Kino mit Filmen in Originalsprache eröffnet
- dass Veronica Ferres endlich ihre Karriere beendet, weil ich sie weder vor der Kamera noch in irgendwelchen Zeitungen ertragen kann
- dass der deutsche Film versucht auch mal neue Talente zu fördern, auch wenn ich Jürgen Vogel, Moritz Bleibtreu…etc. großartig finde
- einen richtig coolen deutschen Actionfilm
- weitere schöne deutsche Komödien,  wie zum Beispiel “Männerherzen“, “Alles auf Zucker
- dass George Lucas, sich nicht verpflichtet fühlt, nach dem Erfolg von “Avatar“, seine “Krieg der Sterne Filme” auch auf 3D raus zubringen
- dass nicht jeder Film als 3D Version erscheinen muss
- dass Kinotickets nicht noch teurer werden
- dass nicht ständig Remakes gemacht werden, sondern neue Stoffe eine Chance bekommen
- dass Sylvester Stallone mit „The Expandables“ wieder auf den Actionstar Thron steigt
- dass Christian Ulmen so weiter macht wie bisher
- dass es bald 4D Kino gibt
- dass noch mehr internationale Produktionen in Deutschland gedreht werden
- dass das Essen in Kinos an Qualität zunimmt und es in Zukunft eine größere Auswahl gibt
- dass das Autokino wieder kommt und eine Erfolgsgeschichte schreibt, die seinesgleichen sucht und bald in jeder großen deutschen Stadt wieder fröhlich im Auto geknutscht werden kann
- dass es in Zukunft keine Schachtelkinos mehr gibt
- dass das ausgesprochene Handyverbot in Kinos, auch wirklich von jedem ernst genommen wird. Es ist mir ein Rätsel wie jeder Vollhonk sein Telefon anlässt, um während des Films ans Telefon zu gehen und zu sagen: “Ey, Alter, Digger, Rocker, wat sagt Du? Ey, Alter, Digger, ich kann gerade nicht sprechen, sitze im Kino. Ja Digger, Alter, ich rufe nachher zurück.”
- dass dieselbe Spezies Mensch den wahren Grund für Seife und Deo erkennt
- dass die Kinositze nicht so gestaffelt sein müssen, wie in fast jedem Flugzeug. Beinfreiheit ist eine schöne Sache.
- ein vernünftiges Lüftungssystem. Im Winter hatte ich das Gefühl, dass die Luft in den meisten Kinos stand.
- mehr Premieren in Deutschland
- dass Unterhaltung nichts Schlechtes ist, sondern auch Kunst. In Deutschland ein Unwort, denn alle sind sie Künstler. Ja ich weiß, aber trotzdem will ich unterhalten werden.
- mehr Vielfalt in den Kinos. Das Abaton Kino in Hamburg zum Beispiel, schafft es, hervorragende Filme zu zeigen, ohne sich ständig nach dem nächsten Blockbuster umzuschauen. Großartige Atmosphäre, tolle Filme. Hut ab!
- dass das Remake von “Kampf der Titanen” nichts vom Charme des Originals von Ray Harryhausen verloren hat
- endlich mal wieder ein Schauspieler irgendwo auf der Welt Bürgermeister oder Präsident wird.

Bis nächste Woche.
Liebe Grüße
Euer Steven Gätjen

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Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles, Teil 5

Sonntag, März 7th, 2010

Meine lieben Kinofreunde,

heute etwas kürzer, da der große Tag bevor steht und ich noch unglaublich viel machen muss.

IMG_4060Heute waren wir am roten Teppich und haben uns mal ein Bild vor Ort gemacht. Wie man sehen kann, ist das Wetter leider Gottes eine Vollkatastrophe, aber es soll besser werden. Drückt uns die Daumen. Momentan steht noch ein großes Zelt auf dem roten Teppich, damit kein Star oder Sternchen nass wird. Das Problem damit ist, es dauert knapp 3 Stunden, es abzubauen. Das heißt, die Academy muss sich spätestens um 10 Uhr morgens entscheiden, ob sie das Risiko eingehen wollen, es abzunehmen und dann vielleicht im Regen zu stehen. Ich habe in der Vergangenheit schon oft versucht zu erklären, wie es vor Ort aussieht und was da alles los ist. Manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Jedes kleine weiße Schild steht für ein Fernsehteam, wenn man Glück hat, bekommt man 2 Schilder nebeneinander. Da wird nichts abgetrennt, man versucht sich seinen Platz zu erhalten, das ist ganz wichtig. Es wird auf jeden Fall ein ganz schönes Gedränge.

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Eins muss man der Academy und auch den Bauherrn des Kodak Theatre lassen: Sie sind sich sicher, das die Oscarverleihung noch lange in diesem Gebäude stattfinden wird. Am Eingangsbereich hängen mehrere Plaketten mit Jahreszahlen, auf die der Name des Films, der die Kategorie “Best Picture” gewonnen hat, eingetragen wird. Wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, geht es hier bis weit über die Hälfte dieses Jahrhunderts. Bei 2060 steht dann bestimmt „Avatar 25“. Aber erst mal muss ja der erste Teil bei den Academy Awards eine solche Statue in klein gewinnen. Es wird auf jeden fall spannend und ich hoffe ihr seid dabei, live auf Pro7. Am Montag gibt es dann alles über den Wahnsinn am roten Teppich in diesem Blog zu lesen.

Bis dahin, liebe Grüße aus Hollywood

Euer

Steven Gätjen

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Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles, Teil 4

Samstag, März 6th, 2010

Meine lieben Kinofreunde,

IMG_4032so langsam aber sicher geht es rund hier in Hollywood. Die Stars laufen so langsam ein in die Stadt der Engel und es gibt viele spannende neue Geschichten. Wie ich heute von einem amerikanischen Fernsehproduzenten erfahren habe, ist das Wochenende vor den Oscars, ein so genanntes „Tabu Wochenende“ für alle männlichen und weiblichen Superstars. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz der Manager, ihre Schützlinge nicht an die Öffentlichkeit treten zu lassen, da die Narben der Schönheits – OPs, die rote Haut vom Peeling und die Stirnfalten vom Botox, noch nicht ganz verschwunden sind. Jedes Event das also an diesem Wochenende stattfindet, muss also um die paar Promis kämpfen, die sich nicht vorher haben ummodellieren lassen. Ein weiterer Trend in diesem Jahr ist, das die Schauspielerinnen, mittlerweile Geld dafür verlangen, das sie Schmuck tragen. Chopard, H. Stern und wie sie alle heißen, geben nicht nur millionenschwere Diamentcolliers und Ringe an die Damen, sondern auch noch einen richtig fetten Check.

IMG_4030Heute war schon einmal großes Schaulaufen auf dem roten Teppich der 82ten Oscarverleihung, für die Filme aus der Kategorie “Bester nicht englischsprachiger Film“. Michael Haneke, Regisseur und Mastermind hinter “Das weiße Band” hat meiner Kollegin Annmarie Warnkross Rede und Antwort gestanden. Anschließend war für uns natürlich wichtig herauszufinden, wo unsere Position bei dem Journalistenmeer am Teppich sein würde. Der Teppich hat sich in diesem Jahr ein bisschen verschoben. Der amerikanische Fernsehsender, der die Rechte hat und gemeinsam mit der Academy verkauft, hat natürlich das Sagen und meist bis zu 6 Positionen auf und neben dem Teppich. Sie bekommen natürlich alle vor die Kamera, die sie wollen und das wird von Anfang an durchgetaktet und nichts dem Zufall überlassen. Wenn sich jetzt wieder ein paar Zuschauer fragen, warum ABC alle hat und wir vielleicht nicht, dann lautet die Antwort ganz einfach: Weil sie nichts dafür machen müssen, die Stars müssen bei Ihnen stoppen, das ist meist sogar vertraglich so festgelegt. Trotzdem bin ich mit unserer Position am Teppich happy, wie man sehen kann.

IMG_4036Neben uns sind wieder die Kollegen von Fox und mit denen haben wir uns die letzten Jahre immer gut verstanden. Beim rumschauen habe ich noch einen sehr geschätzten Kollegen, Pierre Geissensetter vom ZDF getroffen, der ebenfalls gemeinsam mit seinem Team rund um die Academy Awards dreht. Ganz wichtig ist bei der Position am roten Teppich, natürlich das Team. Wieder dabei Kameramann Peter und  Tonmann Martin (zum ersten Mal dabei). Mit denen ich heute am Hollywood Zeichen eine Sendung aufgezeichnet habe.

IMG_4046Am Abend gab es einen Empfang des Medienboard Berlin-Brandenburg, die bei den 82ten Oscars insgesamt 13 Oscar Nominierungen  für 4 Filme, die sie unterstützt haben, erhielten. Dazu gehören: Inglourious Basterds, Das weiße Band, Ein russischer Sommer und Ajami. Ein gut gelaunter Quentin Tarantino kam vorbei, der mir versicherte, das er am Sonntag bei uns am roten Teppich vorbeischaut. Und natürlich Christoph Waltz, für den ich jetzt hier gerne eine Lanze brechen möchte. Wahnsinn, was der für ein Tempo in den letzten Monaten hingelegt hat. Bevor „Inglourious Basterds“ und Quentin Tarantino kamen, sagte er in einem Interview, war er mit dem Schauspielbusiness unzufrieden und frustriert. Wen man gesehen hat, was dieser Mann zu leisten im Stande ist, in der Rolle des Hans Landa, dann kann man diese Verzweifelung verstehen. Mir ist es immer wieder ein Rätsel, dass es bis dato anscheinend niemand geschafft hat zu erkennen, was in diesem Mann steckt. Natürlich hat er in der Vergangenheit schon gezeigt, was er kann, aber erst Quentin Tarantino hat es aus ihm richtig herauskitzeln können. Das, was nach SAG Award, Golden Globe, Bambi und BAFTA auf ihn eingeprasselt ist, kann glaube ich keiner von uns nachvollziehen. Dennoch war er auch auf dieser Veranstaltung äußerst freundlich, zuvorkommend und nicht müde, Interviews zu geben. Und dazu muss man sagen, er war noch keine Sekunde auf der Veranstaltung, als schon ein riesiger Schwarm an Fernsehteams auf ihn niederschoss. Hut ab!

IMG_4037Und nochmals, ich bin mir bei keinem Oscar der vergangenen Jahre so sicher gewesen, wie bei dem von Christoph Waltz. Nicht wegen des ganzen Hypes, sondern wegen seiner unglaublichen schauspielerischen Leistung. Jede andere Entscheidung wäre lächerlich und für mich nicht nachvollziehbar. Einziger Gegner ist Christopher Plummer. Sein Oscar wäre aber eine dieser klassischen Auszeichnungen der Academy, nach dem Motto, wir haben es bisher versäumt, jetzt wird der großartige Charaktermime 80 Jahre alt und wir müssen ihn schnell noch mal ehren. Schade für Christopher Plummer.

Morgen geht’s weiter.

Bis dahin,

Liebe Grüße aus Hollywood.

Euer Steven Gätjen

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Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles, Teil 3

Freitag, März 5th, 2010

Meine lieben Kinofreunde,

IMG_4018mittlerweile kommen immer mehr Details vom Ablauf der 82ten Oscarverleihung zum Vorschein. Oder sollte man besser sagen die Gerüchteküche brodelt. Neu ist, dass 2 Moderatoren in diesem Jahr durch die Verleihung führen werden. Die Frage, die ich mir die ganze Zeit gestellt habe ist, warum eigentlich nicht Hugh Jackmann wieder, nach dem er das 2009 so großartig gemacht hat?! Wollte er nicht?! Die Academy hat ihn gefragt. Er wollte, aber sein Management anscheinend nicht. Sie wollen, das er als Schauspieler anerkannt wird und nicht als Moderator. Außerdem führten sie das Beispiel eines Billy Crystal an, 8-maliger Moderator der Academy Awards, der anschließend als Schauspieler keinen Fuß mehr auf den Boden bekam. Na ja, Steve Martin und Alec Baldwin werden das schon richten. Über letzteren gibt es übrigens seit Wochen keine Boulevardschlagzeilen mehr, obwohl er ja gerne mal über die Strenge schlägt. Da ist man hier ganz, ganz vorsichtig. Das einzige was in den vergangenen Tagen durchsickerte ist, das er anscheinend einen Schwächeanfall erlitten hat und vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Ob das an den Proben lag, oder am sonstigen Arbeits- und Privatstress weiß niemand.

IMG_4012Kommen wir zur Show: Martin Short und Neil Patrick Harris (von der Serie „How I met your mother“) sollen die Show mit einem Sketchfeuerwerk eröffnen, in dem alle “Best Picture Nominees” durch den Kakao gezogen werden. Außerdem wird, das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall, wieder jeder nominierte Song auf der Bühne vorgestellt. Man versucht außerdem auch noch, wieder für richtigen Starauflauf auf der Bühne zu sorgen, in dem die Nominierten in den Top Kategorien, wie “Best Actor“, “Best Actress“, “Best supporting Actor“, “Best supporting Actress” jeweils von einem Gewinner, oder einer Gewinnerin der letzten Jahre vorgestellt werden.Der Regisseur der Academy Awards in diesem Jahr ist Hamish Hamilton, ein großartiger Regisseur, den ich noch aus meiner Zeit bei MTV Mitte der 90er Jahre kenne. Seitdem hat er diverse MTV Europe Music Awards (u.a. letztes Jahr in Berlin), MTV Video Music Awards, Victoria Secret Modenschauen und vor allen Dingen die meisten Liveauftritte von U2 (die ihn immer persönlich anfragen) gemacht. Also jemand, der ein absoluter Profi ist und sicherlich von der Art und Weise der Bildführung noch knackiger sein wird. Ein klasse Typ.

IMG_4010Man wollte auch Sascha Baron Cohen gewinnen, einen Joke auf der Bühne zu machen. Angeblich sollte er eine schwangere Na’vi Frau, aus dem Film Avatar, spielen. Die Angst davor vielleicht James Cameron zu düpieren oder wütend zu machen und dann das Risiko einzugehen, das er bei einer eventuellen Dankesrede darauf eingeht und laut wird, führte dazu das man diesen Streich komplett aus dem Programm strich. Sascha Baron Cohens Antwort: Dann bleibe ich lieber in England. Mal schauen, ob er nicht doch über den roten Teppich schreitet. Ansonsten haben wir herausgefunden, das Puff Daddy sich direkt hinter unserem Hotel in  den Hollywood Hills ein neues Anwesen gekauft hat, mit sehr viel Glas. Jeden Tag sieht man dort, von unserer großartigen Dachterrasse des Andaz Hotels am Sunset Boulevard, Handwerker fleißig arbeiten um sein neues Domizil bezugsfertig zu machen.

Und wie ihr sehen könnt bin ich wirklich vor Ort und mittlerweile etwas wacher.

Morgen gibt es noch mehr von den Oscars.

Bis dahin, einen schönen Tag.

Liebe Grüße aus Hollywood

Euer

Steven Gätjen

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Oscars 2010 – Steven Gätjen berichtet “live and direct” aus Los Angeles

Mittwoch, März 3rd, 2010

Meine lieben Kinofreunde.

Es ist soweit die Oscars 2010 stehen vor der Tür und bevor ich gleich mit ein paar Geschichten aus dem “Filmland der Träume” loslege, möchte ich an dieser Stelle mal eine Lanze für die Lufthansa Board Crew brechen, mit denen ich fliegen durfte. Bei dem ganzen Stress, den das Bodenpersonal ausgehalten hat, nachdem Orkantief “Xynthia” über Deutschland hinwegfegte, musste sie ein paar angeschlagene Passagiere, dazu gehörte auch ich, wieder aufpäppeln. Das haben sie großartig gemacht, mit unglaublich viel Freundlichkeit und Fürsorge. Normalerweise ist man in knapp 12 Stunden in Los Angeles, ich habe insgesamt 25 Stunden gebraucht.

Darf und muss man ja auch mal sagen.

IMG_3990Als Beweis, dass ich jetzt da bin, aber noch nicht ganz Herr meiner Haare, seht ihr ja an den beiden Fotos. Der erste Promi lief mir dann gestern Abend im “Mel’s Diner” auf dem Sunset über den Weg: Suge Knight. Hat zwar rein gar nichts mit der Filmindustrie zu tun, aber ist ja auch ein Promi. Der Chef von Death Row Records sieht “life” noch viel Furchteinflößender aus. Beängstigend ist auch die Wettervorhersage für den Tag der Verleihung. Es soll angeblich aus Kübeln regnen. Wenn die Wettervorhersagen hier genauso akkurat sind, wie in Deutschland, dann wird hier sehr wahrscheinlich blitze blauer Himmel mit Temperaturen bis 40 Grad sein. Wir lassen uns überraschen. Gespannt bin ich auch auf Christoph Waltz am roten Teppich. Kollegen aus Österreich haben mir berichtet, dass ein Interview für den Golden Globe Gewinner, wie ein Boxkampf ist. Er will sich ständig messen und zeigen, wer der Bessere und Intelligentere ist. Oberflächliche und boulevardeske Fragen sind ihm zuwider.

 

IMG_3997Ansonsten macht gerade ein Thema hier Schlagzeilen. Die Hauptdarstellerin aus dem am 18. März in Deutschland startenden Film “Precious“, Gabourey Sidibe, wurde von der Straße weggecasted und hat noch nie eine Schauspielschule von innen gesehen. Jetzt wurde sie für den populärsten Filmpreis der Welt in einer Kategorie gewählt, neben Ikonen des Zelluloids wie Meryl Streep oder Helen Mirren. Eine wirklich beachtliche Leistung und ein Film, den man sehen sollte. Nun haben sich gleich 3 Fragen für Gabourey gestellt: Worauf muss ich bei diesen ganzen Events achten? Was soll ich anziehen? Und wen nehme ich mit? Tom Hanks beantwortet netterweise gleich die ersten beiden Fragen und sagte zu Gabourey: “Zieh Dir Turnschuhe an, denn Du musst eine ganze Menge laufen. Der Rest kommt von selbst, mach Dir keine Gedanken, bleib so wie Du bist.” Danke Tom. Bei der Beantwortung der zweiten Frage half sie sich gekonnt selbst. In einem Radiointerview gestand sie, das N’Sync Ihre Lieblingsband sei und Justin Timberlake doch unbedingt bei Ihr anrufen solle, damit sie gemeinsam zu den Oscars gehen können. Das nennt man schlaues Marketing und nette Publicity.

Ich werde mich jetzt mal wieder ins pralle Leben stürzen und ein paar spannende Geschichten und Fotos für Euch schießen.

Bis morgen, bis dahin alles Gute.

Euer Steven Gätjen

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Die coolsten der Coolen oder: Warum Steven Gätjen Benicio del Toros Gang mag

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

Moinsen meine lieben Kinofreunde,

Benicio_del_Toroheute könnte auch nur, als Überschrift für diesen Blog, „Die coolsten der Coolen“ stehen. Ich bin da auf jeden Fall raus. In den vergangenen zwei Wochen hatte ich das Vergnügen, zwei Menschen aus dem Filmbusiness zu treffen, die wirklich dieses Prädikat verdienen. Der erste war kein Geringerer als Benicio del Toro. Einer meiner Lieblingsfilme ist „The Usual Suspects“ (Die üblichenVerdächtigen), geile Geschichte, großartiger Kevin Spacey, aber vor allen Dingen, weil Benicio so unglaublich nuschelt und redet. Ein Film, den man im Originalton sehen muss, ich habe Benicio auch nicht verstanden, aber es geht einfach darum, wie er sich gibt und redet. Seitdem ist viel passiert, einen Oscar hat er in der Tasche und viele gute und ein paar weniger gute Filme gedreht. Jetzt belebt er das Horrorgenre gemeinsam mit Universal wieder zum Leben mit „Wolfman“. Ein großartiger Film, darum geht es jetzt aber nicht. Es geht um Benicio.

4b2b51615a5b8Ich muss mich jetzt schon mal für meine Wortwahl entschuldigen, aber „so dicke Eier“ wie er möchte ich auch gerne haben. Sein Gang lässt diese These zu. Unglaublich locker, geschmeidig, aber wie gesagt, sehr breitbeinig kommt er daher. Die Augen immer einen Tick zusammen gekniffen, musternd, bohrend. Nicht leicht aus der Reserve zu locken. Vielleicht auch ein bisschen müde, nach anstrengenden Dreharbeiten und PR Trips. Trotzdem hat er irgendwie etwas Schelmisches, aber bei einer Sache bin ich mir ganz sicher, wenn man die Möglichkeit hätte, mit ihm länger zu quatschen, dann würde es abendfüllend werden. Ich glaube das man mit dem Kerl richtig um die Häuser ziehen kann, aber auch das er jemand ist, der sich bei einem guten Glas Wein stundenlang über die Welt und was darin passiert unterhalten würde. Übrigens, und das ist finde ich wirklich eine weitere Bestätigung für seine Coolness: Das Heulen des Werwolfs im Film kommt nicht von ihm selbst, sondern von zwei Rocklegenden. David Lee Roth und Gene Simmons waren im Studio und haben das Ganze, eingesungen kann man ja nicht sagen, eingeheult. Wer jetzt noch daran zweifelt das Benicio eine coole Sau ist, der soll sich gehackt legen.

ClintEastwood_BerlinaleDer zweite ist kein geringerer als Clint Eastwood. Ende Mai wird er 80 Jahre alt. Das muss man sich mal reinpfeiffen, 80! Jedes Jahr bringt er neue Filme raus, entweder spielt er mit oder er führt Regie, schreibt das Drehbuch, singt oder produziert oder macht alles auf einmal. Und seine Filme werden immer besser. Auf einer Pressekonferenz in dieser Woche zu seinem neuen Film „Invictus“, der mit 2 Oscarnominierungen bedacht wurde, habe ich ihn gesehen.

4b4c307a72ea1Jetzt muss man sich wie gesagt mal vorstellen, das er, tut mir leid, wenn ich das schon wieder wiederhole, aber 80 wird! Man denkt, jemand rollt ihn rein, oder stütz ihn, nein, dieser Mann ist eine unglaubliche Erscheinung. Über einen Meter und neunzig groß, drahtig, fit und mit einem breiten Grinsen im Gesicht, das einen sofort an Dirty Harry oder seine alten Western erinnert. Seine Sprache, klar und deutlich, mit einer großartigen Portion Humor. Er wird natürlich ständig auf sein Alter angesprochen. In jede Antwort baut er dann ein anderes Alter ein, mal ist er 38, mal 48, mal 16. Er genießt es, die Leute zum Lachen zu bringen. Er nimmt die Fragen auf jeden fall ernst und geht detailliert auf sie ein, mögen sie auch noch so bizarr sein, wie die eines finnischen Kollegen, der gefühlte achtmal fragt, wann Clint Eastwood in Finnland war, obwohl es nichts, rein gar nichts mit dem Film zu tun hat. Als sein Mikrofon nicht mehr funktioniert, eilt ein junger Techniker herbei, den er nur mit den Worten begrüßt: „Am I talking too loud for you kid!“ Alle freuen sich, der Techniker, die Gäste und Clint Eastwood.

 

Also da habt ihr sie „Die coolsten der Coolen“. Bis nächste Woche, dann mit einem, der mal sehr cool war und es auch hoffentlich wieder wird: Mel Gibson.

Liebe Grüße

Euer Steven Gätjen

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Start der “Award Season”: Steven Gätjen über die Verleihung der 67. Golden Globes

Dienstag, Januar 19th, 2010

Meine lieben Kinofreunde,

ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich mich so lange nicht mehr zu Wort gemeldet habe, aber ich habe mir über die Feiertage eine kleine Auszeit gegönnt und bin jetzt wieder voller Elan bei der Sache. In diesem Sinne „Frohes neues Jahr“ und was für ein Kinojahr es anscheinend werden wird. Wir erleben in den nächsten Wochen, dass „Titanic“ als erfolgreichster Film aller Zeiten abgelöst wird. Damit würde James Cameron  die beiden ersten Plätze in der Liste belegen. Außerdem ist es wahrscheinlich, das die Erfolgsgeschichte deutsch-österreichischer Produktionen nach Cannes und den „Golden Globes“, bei den Oscars weitergeht. Damit wären wir auch schon beim heutigen Thema.

Jeff BridgesDie so genannte „Award Season“ hat begonnen. Start war gestern bzw. heute Nacht mit den 67ten Golden Globes. Ich  mache mir mit dieser Aussage sicherlich nicht nur Freunde, aber eins muss man den Amerikanern lassen, sich selbst und die Branche inszenieren, das können sie einfach. Die Golden Globes werden auch gerne das Wohnzimmer der Stars genannt, denn nirgendwo sonst sind sie so ausgelassen und entspannt und nirgendwo sonst ist die „Superstar mit Millionen Einkünften Dichte“ pro Quadratzentimeter größer, als im Beverly Hilton Hotel. Doch so einfach ist das Ganze natürlich nicht, nicht jeder Star kann mit dem anderen. Eitelkeiten stehen an der Tagesordnung und deshalb gibt es eine strenge Sitzordnung, über die, die Mitglieder der Foreign Press Association streng herrschen, denn sie kennen die Hackordnung, besonders in Hollywood, ganz genau. Die Presse heute morgen war sich, ob der Veranstaltung, mal wieder einig: „Eine dröge Verleihung, ohne große Überraschungen“. Völliger Quatsch, was wird denn immer erwartet: Dass Halle Berrys Trägerkleid aufplatzt, George Clooney Jeff Bridges eine reinhaut, weil der die Trophäe vor seiner Nase weggeschnappt hat, oder Meryl Streep sagt: Nee, vielen Dank Foreign Press Association, ich habe schon 6 Golden Globes, einen siebten brauche ich nicht, deshalb gebe ich meinen Preis an eine meiner Konkurrentinnen.

Ich fand die Veranstaltung sehr amüsant. Ricky Gervais, ein Mann der bekanntlich kein Blatt vor den Mund nimmt, hat ein paar großartige Moderationen abgeliefert. Wer kommt schon mit einem Bier und offenem Smoking Hemd auf die Bühne und sagt: „Hey, cheers, sorry about that, but I love to drink, just like our next guest: Mel Gibson“. Rock N Roll, mit einer Menge an entgeisterten Gesichtern im Publikum. Mel Gibson nahm es mit Humor, was blieb ihm auch anderes übrig. Von Schönheitsoperationen, bis hin zur Eigenwerbung für seine Shows, ließ Ricky kein Thema aus. Er hätte ruhig noch mehr moderieren dürfen.

Aber ein paar echte Nervfaktoren gab es trotzdem: File:RickyGervaisBAFTA07.jpgNo.1: Bei Pro7 prangte oben rechts am Bildschirmrand das „Live“ Icon. Dass es alles andere als live war, sah man an den Zwischenschnitten bei den Laudatoren. Kein Fehler von Pro7 in diesem Fall, sondern die immer noch über allen amerikanischen Veranstaltungen schwebende „Nipplegate“ Affäre, die die amerikanischen Fernsehsender übervorsichtig gemacht hat. Damals entblößte Justin Timberlake Janet Jacksons Brust in der Super Bowl Halftime Show und fast die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung viel bei so unglaublich viel Sex im Fernsehen in Ohnmacht. Seitdem sendet man angebliche Liveshows zeitversetzt, um direkt schneiden zu können, wenn ein Star vor lauter Emotionen einen moralischen Fehltritt macht. Das ist auf neudeutsch gesagt: Scheiße, besonders wenn es auch noch so schlecht gemacht ist.
No. 2: Das Gewinner wie Sandra Bullock oder Jeff Bridges besoffen vor Glück über den Gewinn der Trophäe waren und Cast und Crew von „Hangover“, nach dem Triumph für ihren Film, einen richtigen „Hangover“ hatten, auch schön, aber was war bitte mit dem Regisseur und den Kameramännern los?! Waren die bekifft und volltrunken?! Einige Kameraeinstellungen und vor allen Dingen Bildfahrten waren eine Katastrophe und nervig, wenn von George Clooney gesprochen wird und Leonardo DiCaprio im Bild auftaucht, ist das peinlich.

Ansonsten muss man die kleinen Dinge zu schätzen wissen. Z.B. als Bradley Cooper und Co. „Hangover“ in der Kategorie „Bester Film Comedy“ vorstellen und Mike Tyson, der noch breiter seit seinem letzten Kampf geworden ist und mit seinem Gesichts Tatoo aussieht, wie ein Schwerverbrecher, mit Fistelstimme lispelnd ins Mikro säuselt: This is the „Hangover“. Da konnte ich nicht mehr vor Lachen. Oder Sandra Bullock auf Deutsch Ihre deutschen Verwandten ins Bett schickt. James Cameron auf Navii, nach seinem ersten von 2 Golden Globes seinem Team dankt und uns glauben machen will, er hätte nicht damit gerechnet, einen Preis als Bester Regisseur zu gewinnen, da seine Ex-Frau Kathryn Bigelow es viel mehr verdient hätte. Sir Paul McCartney die Kategorie „Best Animated Picture“ mit den Worten anmoderiert: „Animated movies are not only something for kids, but also for grown ups, who take drugs“. Das gucke ich mir gerne an. Vor allen Dingen finde ich es super, dass man die Freude und den Stolz der Preisträger spüren kann. Alle sprechen davon, dass sie den besten Job der Welt haben und das freut einen. Zwischendurch wird immer wieder gesappelt, Leute werden begrüßt und umarmt und alle haben einfach richtig Spaß.

Und dann kamen natürlichFile:ChristophWaltzCannesMay09.jpg noch die großen Momente der deutsch-österreichischen Filmgeschichte. Keiner hatte daran gezweifelt, dass Christoph Waltz einen Golden Globe für seine Darstellung des Nazischergen Hans Landa in „Inglourious Basterds“ erhalten würde. Dennoch war es ein toller Moment, als sein Name unter Jubelrufen genannt wurde und er sich mit einer exzellenten Rede vor allen Dingen bei Quentin Tarantino bedankte. Er wird auch den Oscar bekommen, denn keine schauspielerische Leistung ist in diesem Kinojahr so eindeutig überragend gewesen wie die seine. Michael Hanekes Leistung war nicht so bunt und laut, aber genau das hat ihm auch die Auszeichnung eingebracht. Bedrückend, bildgewaltig und erschütternd ist sein Film „Das weiße Band“ und deshalb auch zu recht ein Anwärter auf den Academy Award am 7ten März.

Was gibt es sonst noch zu sagen: Schön, dass Drew Barrymore gewonnen hat, aber Ihre Dankesrede war etwas wirr und nervig. Robert Downey Jr. ist jetzt definitiv wieder im Hollywood Olymp, nachdem er, wie er selbst sagte, hunderte von Chancen nicht ergriffen hatte. Die Lebensabschnittspartner wurden von den Gewinnerinnen und Gewinnern mit Liebesbekundungen bedacht, was sie alle zu Tränen rührte. Modisch gab es bis auf das knappe Kleid von Julia Roberts, das „selbstgebatikt“ aussah, keine Fehltritte. Alle waren braun gebrannt, erholt und gut drauf. Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen, vor allen Dingen, weil ich nicht erwartet habe, das unglaubliche Skandale aufgedeckt werden, oder Entscheidungen fallen, mit denen keiner gerechnet hat. So eine Veranstaltung ist eine Wundertüte, wenn man gleich von vornherein sagt, was man haben will, ist man immer enttäuscht, man muss sich überraschen lassen, dann macht es mehr Spaß.

In diesem Sinne, passt auf Euch auf.

Bis nächste Woche,
Euer Steven Gätjen

 

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Steven Gätjen über ‘Twilight – New Moon’ und ‘Zweiohrküken’

Donnerstag, Dezember 3rd, 2009

Meine lieben Kinofreunde,

new_moon_coverschon wieder sind viele Monde ins Land gegangen. Ein gutes Stichwort, führt mich das doch gleich zu meinem ersten Filmthema, einem Phänomen, das viele glaube ich unterschätzt haben, aber das gerade in einer Hysteriewelle um die Welt zieht, das einen manchmal erschaudern lässt. Es geht natürlich um Stephenie Meyers „Twilight Saga“ und die neuen Superstars am Schauspielfirmament: Kristen Stewart, Taylor Lautner und Robert Pattinson. Der erste Film war schon ein Erfolg von dem so manches großes Studio geträumt hat, aber der Hype um den zweiten Teil „Twilight – New Moon – Biss zur Mittagsstunde“ ließ selbst die größten Skeptiker eine positive Boxofficeprognose zum Besten geben. Tut mir bitte mal einen Gefallen, wenn Ihr etwas Zeit habt, dann surft mal durchs Internet und schaut mal wie unglaublich viele Websites es zum Thema „Twilight“ und vor allen Merchandise gibt. Seiten auf den jede Sekunde des Films analysiert wird; Fehler kenntlich gemacht werden; Klubs denen man beitreten kann mit Namen wie „Twilight Moms“, Team Jakob, Team Twilight usw.; Anleitungen wie man ein richtiger Vampir wird (die haben sie doch nicht mehr alle); man kann Regenschirme, T-Shirts, Kuckuksuhren und noch vieles mehr käuflich erwerben. Was für eine Geldruckmaschine und da kommen wir auch schon wieder zu einem Problem, dass viele so genannte Franchise haben! Wie schnell muss man den nächsten Teil eines Films drehen. Schnell: damit der Hype nicht abebbt und die Schauspieler noch glaubhaft Teenager darstellen können, etwas langsamer damit der Film nicht aussieht wie ein Schnellschuß? Bei „Twilight – New Moon – Biss zur Mittagsstunde“, ab jetzt nur noch „TNWBZM“, wurde Chris Weitz ganz schnell in den Regiestuhl geworfen, damit es zackig weitergehen kann. Kein schlechter, wenn man sich seine Filme „Golden Kompass“ und „About a Boy“ anschaut. Trotzdem hat mir beim zweiten Teil etwas gefehlt, dass ich beim ersten gerne mochte. Mehr Leichtigkeit. Das war mir alles viel zu schmalzig. Ich bin ein Fan von Schmalz, aber das war zu viel und ab und an wirklich nervig. Die Special Effects sind gut und Taylor Lautner fit, aber wie gesagt manchmal ist weniger mehr.

Was aber viel spannender ist, ist folgendes. Vor etwa 2 Wochen lud der Verleih Concorde gemeinsam mit der Hypovereinsbank zum großen „Twilight“ Event ein. Karten gab es kostenlos, zu bestellen auf einer Website. Um 6.00 Uhr ein paar Wochen vor der Veranstaltung konnte man Karten reservieren, bestellen, zuschicken lassen, was auch immer. Um 6.01 Uhr war der Server komplett zusammen gebrochen. Um 12 Uhr mittags hatten die Seite mehr als 1,2 Millionen Klicks. Ist das der Hammer?! Das Ganze sollte in der Münchner Olympiahalle stattfinden. Mehr als 15000 Fans passen da rein und man befürchtete das Schlimmste. Einige Twilight-Fans sind nicht irgendwelche Fans, sie sind fanatisch. Sie machen vor Nichts und Niemandem halt. Aus diesem new_moon_kirstenGrund wurden höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen um die Gäste: Kristen Stewart, Taylor Lautner, Robert Pattinson und Chris Weitz, zu schützen. Schon morgens stürmten die Twilightdisten (Achtung! Neues Wort) den Platz rund um die Olympiahalle. Um sie bei Laune zu halten, gab es aller Hand Dinge zum bestaunen: ein 6-Tage Radrennen, das parallel noch lief, ein paar Bands und Säger die auftraten, bis die Stars dann am späten Nachmittag auf die Bühne kommen sollten, um sich der aufgebrachten Menge zu stellen. Ich hatte das Vergnügen, das ganze zu moderieren. Das war echt der Hammer. Die Halle war stickig und heiß, bei jeder kleinen Bewegung neben der Bühne, schrieen sich tausende von kleinen und großen Mädchen (sicherlich auch ein paar Jungs, aber die hatten keine Chance erhört zu werden) die Seele aus dem Leib. Ich kann jeden Rock- oder Popstar verstehen, der bei einem solchen Spektakel den Verstand verliert. Ich komme auf die Bühne und auf einmal reißt mich diese Welle der Begeisterung mit, das ganze pushed total, ich hätte auch einfach nur „Erbsensuppe“ sagen können, die waren alle so weit drüber, auch dann hätten sie geschrieen. Nach einem Trailer und einem knapp 10-minütigen Making-Of war es dann soweit, einzeln sollte ich sie auf die Bühne holen. Wenn man überhaupt bei einem solchen Lärm, Lautstärkeunterschiede beschreiben könnte, dann war das Gekreische und der Applaus bei Taylor Lautner am lautesten. Damit ihr ein Verständnis dafür habt, wie das war, haltet bitte mal beim voll aufgedrehten I-Pod, einen Fön, einen Mixer und eine Bohrmaschine an Eure Ohren und steckt den kompletten Kopf in eine Waschmaschine. Erst dann wisst ihr was da los war. Alle 4 Gäste waren total aus dem Häuschen und sprachen anschließend davon, das sie so etwas in ihrem Leben noch nicht gesehen hätten. Es war aber auch beeindruckend und ein großartiger Coup für Concorde und Hypovereinsbank. Ich versuchte ein kurzes Interview mit Ihnen zu führen und anschließend bekamen die 4 noch einen Bravo-Otto von Europas größtem Jugendmagazin. Wahnsinn, früher habe ich die immer im Urlaub mit meinen Brüdern gelesen und jetzt war ich dabei.

Alle 4 Gäste waren wirklich entgegen ihrem Ruf, sehr entspannt und locker drauf. Robert Pattinson new_moon_robertwar glaube ich, ziemlich groggy, er hing wie ein Schluck Wasser in der Kurve, gab zwar wirklich gute Antworten, aber man merkte das er kaputt war. So wie er bei der PK am Tisch saß, dachte ich gehörte er zum Zirkus Roncalli, so verbog er seinen doch schmächtigen Oberkörper. Bei Taylor Lautner hat man das Gefühl, dass er noch nicht ganz genau weiß, was er mit seinen ganzen antrainierten Muskeln anfangen soll. Er wirkte ein bisschen schüchtern, aber wer wäre das nicht mit 17 Jahren und einem solchen Rock N’ Roll Leben. Aus Kristen werde ich nicht so ganz schlau, ich halte sie für smart, aber sie driftet bei Ihren Antworten manchmal so unglaublich ab, das man Angst hat sie kommt nicht wieder. Alles in allem ein tolles Erlebnis.

keinohrküken_coverDas war auch das zweite Ereignis von dem ich heute berichten will. Die Weltpremiere von „Zweiohrküken“. Diesmal war ich nur aus Lust und Laune vor Ort, musste nicht arbeiten und konnte so die ganze Atmosphäre als Zuschauer aufsaugen. Ich will gleich vorne weg eine Lanze für Til Schweiger brechen. Ich finde es herausragend was er visuell in seinen Filmen umsetzt, der Look, die Kamerafahrten, der Schnitt und die Musik, wirklich der absolute Hammer, das macht ihm keiner nach. Man muss bedenken, das er, während er noch dreht, schon den Rohschnitt macht, das heißt, man sieht das fertige Produkt nur kurze Zeit nach Drehschluß. Das gibt es in dieser Branche fast gar nicht. Kommen wir zum Inhalt, das schöne am Film ist, genauso wie mit der Kunst an sich, die Bewertung ist subjektiv. Ich fand ihn sehr gut, einige Gags waren mir zu viel und zu platt, in anderen habe ich mich wieder gefunden, aber vor allen Dingen die Problematik an sich zwischen Mann und Frau, die der Film behandelt, ist für mich komplett nachvollziehbar. Es kann mir keiner erzählen, der sich den Film anschaut, das er oder sie sich nicht Minimum 3 mal wieder findet. Gleiches Szenario, gleiche Situation, gleicher Dialog. Das macht den Film so gut, man erkennt sich wieder. Bei der Premiere sagte Til auch, das ein dritter Teil angedacht ist und sicherlich auch gedreht werden wird. Man sieht auf jeden fall, dass alle Beteiligten unglaublich viel Spaß beim drehen hatten, dass sieht man im Film und sah man auf der Bühne. Zur Zeit brandet wieder die Diskussion auf, warum zeigt Til Schweiger seinen Film nicht vorab der Presse? Warum muss er? Natürlich ist es gut, wenn man schon vorab etwas schreiben kann, um den Film zu promoten, auf der anderen Seite ist es doch seine Entscheidung. Klar, ich interpretiere da auch rein, wenn ich den Film nicht vorab sehen darf ist er schlecht. Aber, wenn man ständig auf die Fresse bekommt, wie bei Til, ist das Interesse daran, es wieder zu bekommen, relativ gering. Das kann jeder nachvollziehen. Also, wenn man es selbst steuern kann, will man das natürlich verhindern, oder? Ich bin mir ganz sicher, das Til bald wieder anfangen wird, seine Filme uns vorab zu zeigen, damit wir unseren Job machen können. Wenn ich was über den Film schreiben oder sagen will, kaufe ich mir eine Karte oder nehme eine Einladung, wie die von letzter Woche an und dann kann ich meinen Senf abgeben.

Das mache ich auch nächste Woche zu „Avatar“ und Disneys „Küss den Frosch“, also bleibt mir bis dahin gewogen.

Liebe Grüße
Euer Steven Gätjen

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Steven Gätjen über die Premiere des Films ‘2012′ von Roland Emmerich

Donnerstag, November 12th, 2009

Meine lieben Kinofreunde,

cover_2012heute beschäftigen wir uns mit dem Thema: Wenn unserer Politiker wissen würden, dass unsere Welt, wie wir sie kennen zu Ende geht, würden wir das wissen wollen? Um die Frage zu beantworten muss ich mal wieder ein bisschen ausholen. Roland Emmerich ist ein Visionär und ein Regisseur, den ich für seinen unglaublichen Mut neue Wege zu gehen bewundere. Als er vor langer Zeit einmal an der Münchner Filmhochschule studierte und den teuersten deutschen Abschlussfilm aller Zeiten drehte (Das Arche Noah Prinzip 1984 für sage und schreibe 1 Million Mark), belächelte Ihn die deutsche Filmszene. Ein geiler Film, damals und auch heute noch. Bei dem was ich gleich sagen werde, wird es wieder viele empörte Stimmen geben, nach dem Motto: wie kann er das nur sagen! Das ist mir völlig egal, denn ist eine Tatsache, dass in unserem Land der Dichter und Denker, Menschen mit neuen Visionen und Ideen, immer gedeckelt und ausgebremst werden.

Roland Emmerich war schon damals jemand der nach Vorne geschaut hat, für den Grenzen keine Hindernisse waren, sondern die Motivation, noch höher zu springen. Das hat er nach dem Studium angefangen in den USA zu machen. Dabei ist er immer seiner Linie treu geblieben. „Moon 44“ war gut, „Stargate“ sehr gut und „Independence Day“ der absolute Knaller. Obwohl ich sagen muss, dass ich ihn als erstes alles andere als gut fand. Mittlerweile gehört er zu meinen Lieblingsfilmen. Übrigens drehte sich die öffentliche Meinung nach diesem Megaerfolg auch hierzulande. „Godzilla“ halten viele für einen Ausrutscher, aber auch dieser Film ist super. Die alten japanischen Trashversionen haben ihren ganz eigenen Charme, aber Emmerichs Streifen hat genau diese Elemente noch aufgestockt und Godzilla zu dem Monster gemacht, das wir alle gerne sehen wollten.Roland_Emmerich_foto „The Day after Tomorrow“ war von den Spezialeffekten grandios und von seiner „Message“ her unglaublich aktuell und auf den Punkt. „10.000 B.C.“ war, das muss auch ich zugeben, nicht mein Ding. Und jetzt stelle ich eine gewagte These auf: Dieser Film war so schwach, weil die Charaktere einfach nicht stark genug waren. Hä!!! Wie meint der Gätjen das? Ganz einfach, auch wenn alle immer behaupten Blockbuster bestechen nur durch ihre Special Effects, der hat sich geschnitten. Denn eine Sache versteht Roland Emmerich immer, die Charaktere in seinen Filmen mit super Schauspielern zu besetzen. Matthew Broderick, Dennis Quaid, Will Smith, Randy Quaid, Mel Gibson, Danny Glover, Oliver Platt (aus Stargate) und jetzt in seinem neuen Streifen John Cusack, Woody Harrelson, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor. Oder glaubt ihr im Ernst, das dass nicht zählt. Das man das mit Spezialeffekten wettmachen kann. Logisch waren die beiden Hauptdarsteller bei „10.000 B.C.“ knackig und hübsch, aber ihnen fehlte die Tiefe. Logisch auch, dass seine Filme manchmal ein bisschen zu pathetisch sind, aber wir reden hier über Popcorn Kino. Das macht er super. Er kann ja auch anders, siehe „Trade“ oder jetzt „Anonymous“, den er in Berlin/Babelsberg dreht. Kommen wir also zu „2012“. Nach „The Day after Tomorrow“ wollte er nichts mehr kaputt machen, dass war genug. Aber sein neuer „Partner in Crime“ Harald Kloser, mit dem er bereits „10.000 B.C.“ gemacht hatte, hatte die Idee einer Sintflut und einer Arche in unserer Zeit und so ward die Idee fürjohn_crusack „2012“ geboren. Zurückgezogen in ein schönes Haus in Thailand schrieben die beiden den so genannten ersten Draft. Daraus erwuchs dann die Verquickung mit den Theorien der Mayas, dass mit dem Ende ihres Kalenders am 21.12.2012, die Welt in ein neues Zeitalter aufbricht. Zu Ende geht, anders wird, auseinander fällt, explodiert, was immer man da auch rein interpretieren will. Emmerichs und Klosers Version ist wie gesagt nur ein Film. Ach ja eine Sache habe ich noch vergessen: Roland hat seine eigene Art und Weise Stoffe in die Tat umzusetzen. Er finanziert die komplette Arbeit am Drehbuch vor und lässt dann die Studios antanzen um darum zu bieten. Das garantiert ihm die komplette Unabhängigkeit diesen Stoff zu verfilmen. Smart!!! Übrigens ein fettes Lob an Sony Pictures, die parallel laufende Marketingkampagne zu „2012“ ist wirklich super. Es gibt eine Website zur Figur von John Cusack, der einen Autor spielt, die www.farewellatlantis.com heißt und zusätzlich noch eine die sich www.instituteforhumancontinuity.com, bei der man sich mit der Zukunft der Menschheit beschäftigt. Ganz wichtig: Alles mit einem Augenzwinkern!

Kommen wir zum Film: wenn man mir sagt, er dauert 158 Minuten, denn meldet sch automatisch mein Hinterteil und meine Blase. Keine Chance, dass schaffe ich nicht, dass hat bisher nur die „Herr der Ringe Trilogie“ vollbracht, mich derartig an den Sitz zu fesseln. Und jetzt kommt es, ich habe es nicht gemerkt. Nichts, nadda, nothing. Meine Blase ist anschließend fast explodiert, aber ich konnte nicht aufstehen. Die ersten 45 Minuten werden die Figuren vorgestellt, super. Man taucht komplett in die Geschichte ein und will nicht, das dass passiert was man schon ahnt: Dass die Welt in Schutt und Asche versinkt. Aber das was dann passiert, kann man nicht erwarten und mit irgendetwas vergleichen was es bisher im Kino zu sehen gab. Genau die Hälfte des Films, sind nur Special Effects. Mehr verrate ich nicht, weil ich auch gar nicht weiß, wie ich das Gesehene beschreiben soll. Chapeau Roland Emmerich!!! Ihr werdet es nicht glauben können und das Kino mit gemischten Gefühlen verlassen. Zum einen, weil es einfach super gemacht ist und zum anderen, weil er nachdenklich macht. Nicht in Bezug auf das Datum „2012“, sondern eher nach dem Motto, wir sollten ein bisschen mehr Acht geben auf unsere Planeten.

Woody_HarrelsonDie Schauspieler sind hervorragend, allen voran Woody Harrelson, Oliver Platt und John Cusack. Woody spielt einen verwirrten Piratenradiosender Moderator, der das Ende der Welt nahen sieht, großartig. Oliver Platt den zynischen, eiskalten Berater des amerikanischen Präsidenten, dessen Entscheidungen, dennoch nachvollziehbar sind und John Cusack einen erfolglosen Autor, der es nicht auf die Reihe bekommt seine Ex-Frau und Kinder zuverlässig zu versorgen. Vor dem Interview mit John sagten mir alle, er sei unglaublich mundfaul und nicht so gut drauf, weil er tierische Rückenschmerzen habe. Ein super Start, wenn man weiß man hat nur 5 Minuten, um ihm ein paar interessante Antworten zu entlocken. Auf ging es. Erstmal muss ich sagen, John Cusack ist sehr groß. Hätte ich nicht erwartet. Bestimmt an die 1,90 m. Er ist freundlich und wirkt entspannt und jetzt weiß ich warum alle denken er hat keinen Bock, er hat auch im wirklichen Leben, diesen Hundeblick. Wisst ihr welchen ich meine? Schaut Euch mal seine Filme an. Er guckt so, als wenn er keiner Fliege etwas zu Leide tun kann. Das ist sein Trick, dahinter steckt nämlich ein sehr aufgewecktes und charmantes Kerlchen. Ich fand ihn klasse. Etwas aus dem Tritt, war Amanda Peet. Kein Wunder, wenn man einen Nachtflug aus New York hat und am nächsten morgen direkt Interviews geben muss. Dennoch sehr apart und nett. Lange rede kurzer Sinn, der Film ist der Hammer und es lohnt sich auf jeden Fall dafür ins Kino zu gehen.

Übrigens als kleine Info am Ende: Roland Emmerich sagte im Interview, dass er begeistert ist was man heutzutage alles am Computer machen kann und am allerliebsten würde er viele Dinge bei Independence Day noch mal neu machen. Auf so eine Aussage gab es natürlich nur eine mögliche Frage: Wie sieht es denn mit Independence Day 2 aus? Sehr gut, die Idee gibt es schon, das einzige Problem wäre aber der Hauptdarsteller, der gefragteste Schauspieler unseres Planeten: Will Smith. Er hätte ebenfalls total Bock, aber man müsste noch einen gemeinsamen Zeitraum für die Dreharbeiten finden. Also freut Euch drauf.

Nächste Woche gibt es an dieser Stelle mehr zum Hype um „Twilight – New Moon“.

Bis dahin, liebe Grüße
Euer Steven Gätjen

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