Archive for Juli, 2009

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Harry Potter, Maria und die Entführung der U-Bahn Pelham

Samstag, Juli 25th, 2009

Meine lieben Filmfreunde,
diese Woche war wirklich eine harte Kinowowche, was heißt hier hart, ich liebe es ins Kino zu gehen, aber es kam schon sehr geballt.
Los ging es mit “Die Entführung der U-Bahn Pelham 1,2,3” ein Remake eines alten Walther Matthau Klassikers, von Tony Scott, mit Denzel Washington und John Travolta in den Hauptrollen.
Das vierte mal das der Regisseur und unser zweifacher Oscargewinner zusammen gearbeitet haben und laut Gerüchten werden sie es auch ein 5tes mal machen. Gleich vorweg, der Film ist gut. Solide kann man auch sagen. Gute Action und zwei hervorragende Darsteller. Die Geschichte ist an einigen Ecken ein bisschen wirr. Die Postproduktion dieses Streifens fiel direkt in den Zeitraum, als John Travoltas Sohn Jett ums Leben kam und überschattete damit auch den Start. Denzel Washington sagte, das obwohl die beiden seit mehreren Jahren zu den Top Leuten in Hollywood gehören, sie bisher wenig Berührungspunkte hatten, sich das seit den gemeinsamen Dreharbeiten natürlich geändert hat. Denzel stand und steht seinem Kollegen in diesen immer noch schwierigen Zeiten beiseite. Hoffen wir das John Travolta wieder die Kurve bekommt, wir drücken auf jedem Fall nach so einem schweren Schicksalsschlag die Daumen.
Übrigens Denzel Washington erzählte beim Interviewjunket ein paar sehr skurrile Dinge. Im Gespräch mit Sony Pictures Deutschland Chef Martin Bachmann erzählte er, dass er bei ihrem letzten Treffen mit einem Vorschlaghammer noch Stücke aus der Berliner Mauer herausschlug. Ihm war es etwas peinlich aber, Denzel sagte weiter, während einige Kollegen Autos, Briefmarken, DVD’s, Bilder oder andere Dinge sammeln, hätte er eine ganz bizarre Sammlung zu Hause. Nicht nur ein Stück aus der Berliner Mauer, sondern auch Staub und Teile vom World Trade Center nach dem 11ten September. Er sei nach der Katastrophe in die Nähe des Unglücksortes gegangen und hätte sich ohne nachzudenken einfach etwas eingesteckt. Interessant!

Nächstes Thema, ein Film aus Deutschland: “Maria, ihm schmeckt’s nicht” mit Christian Ulmen und Mina Tander in den Hauptrollen, nach dem Bestseller von Jan Weiler. Das letzte mal als ich Christian Ulmen gesehen habe, ist fast 10 Jahre her, als unsere gemeinsame Zeit bei MTV endete. Ein großartiger Kerl, unglaublich kreativ, ohne Scheu alles was ihn interessiert auszuprobieren und das mit der richtigen Portion Humor. Alles genauso wie damals, nur, dass seine Karriere noch einen unglaublichen Kick bekommen hat.
Bei Ulmen.TV und “Mein neuer bester Freund” konnte er immer schon mal zeigen was schauspielerisch in ihm steckt. Seit “Herr Lehmann” gibt er jetzt richtig Gas auf der großen Leinwand. Als trotteliger und spießiger Verlobter einer Halbitalienerin, der bei den Planungen der gemeinsamen Hochzeit von den italienischen Verwandten in spe in den Wahnsinn getrieben wird, macht er in dem aktuellen Film eine wirklich großartige Figur. An seiner Seite die bezaubernde Mina Tander, witzig, charmant und sehr attraktiv. Wer sich in diesem verregneten Sommer verzaubern lassen möchte und Lust hat richtig loszulachen, der sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.

Dann habe ich es endlich geschafft mir den 6ten “Harry Potter” reinzupfeifen. Im letzten Jahr durfte ich für Warner Bros. und Pro7 in den Leavesden Studios ein “Harry Potter Spezial” zum “Halbblutprinz” drehen. Sehr beeindruckend was dort vor Ort für ein Aufwand betrieben wurde. Das Ergebnis im Kino ist aber komplett anders, als ich es mir damals vor Ort vorgestellt habe. Dreharbeiten vor Ort und der Film sind großartig geworden. Ein komplett anderer Harry Potter Film, als man es gewohnt ist. Die Jungs und Mädels sind richtig erwachsen geworden. Der Look ist fantastisch und die schauspielerischen Leistungen ebenfalls. Für mich müsste der Film aber “Ron Weasley, ach ja und der Harry Potter” heißen, denn es ist der Film von Rupert Grint. Wie er den liebestrunken Harry und Horace Slughorn zum Wahnsinn bringt und einfach nicht verstehen will, dass Hermione total auf ihn steht, großartig. Ich freue mich auf die beiden letzten Filme.

Nächste Woche dann mehr zu “G.I. Joe” und vor allen Dingen von der Premiere von “Inglourious Basterds“. Bis dahin genießt das Wetter, es ist perfekt für einen Kinobesuch.

Bis dahin, liebe Grüsse
Euer Steven

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Brüno & State of Play

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Hallo liebe Filmfreunde,
heute möchte ich gleich über 2 Filme mit Euch sprechen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite „Brüno“ von und mit Sascha Baron Cohen und auf der anderen Seite „State of Play“ mit Russel Crowe, Ben Affleck, Helen Mirren und noch vielen mehr.

Fangen wir mit „Brüno“ an. Ich habe sehr viel erwartet, denn die Trailer haben die Messlatte schon ziemlich hoch gehängt. Ich wurde nicht enttäuscht, ich hatte einen Heidenspaß im Kino und es ist immer wieder bewundernswert wie es Sacha Baron Cohen schafft, auch noch den allerletzten Tropfen Ehrgefühl bei seinen Gästen, Opfern und Kandidaten auszutrocknen.
Jetzt kommt die große Frage, die nach dem Film vor dem Kino ganz heiß diskutiert wurde: War alles, bis auf die paar Dialogszenen zwischendurch mit seinem Assistenten, wirklich improvisiert und dokumentarisch?
Es ist ein Fake, weil…: es Situationen gab die so absurd wirkten, dass man sich als Zuschauer einfach nicht vorstellen konnte, das es Menschen gibt die so naiv und dumm sind. Beispiel, das Fotoshooting bei dem Brüno die Eltern kleiner Kinder fragt, ob sie Probleme damit hätten, wenn ihre 3-5 Jährigen Zöglinge mit schwerem Arbeitsgerät hantieren müssten, oder ob es problematisch sei, sie an ein Kreuz zu nageln. Oder Brünos Gespräch mit einem hohen Mitglied der Al Aksa Brigaden, das damit endete, dass er unter Waffenschutz schnell das Gelände verlassen musste.
Es ist KEIN Fake, weil…: ich Sacha Baron Cohen nicht zutraue, den Erfolg von „Borat“ nur kopieren zu wollen. Der Mann ist ein Workaholic, das bedeutet er arbeitet so lange an einer Figur bis sie bis ins kleinste Detail perfekt ist, damit er nicht erkannt wird. Warum sollte er sich diese Mühe machen, um dann doch im Nachhinein alle für dumm zu verkaufen. Apropos dumm, auch das entspricht der Realität. Es gibt einfach unglaublich naive, schrecklich ignorante Menschen, die wie im Fall des Fotoshootings, alles machen, um berühmt zu werden. Ich kann nach meiner Erfahrung bei „Sommermädchen 2009“ ein Lied davon singen.
Auch wenn einige Szenen mich immer noch skeptisch machen, bin ich der Meinung, dass diese Szenen nicht nachgestellt sind. Schaut es Euch selbst an.

Kommen wir zum zweiten Film „State of Play“. Ein solider Thriller mit wirklich guten Darstellern, allen voran Ben Affleck und Russel Crowe. Jetzt kommt aber mein eigentliches Urteil: Ich habe das Ende nicht verstanden. Keine Ahnung, Zero, Nichts, es ist für mich nicht nachvollziehbar, bzw. verständlich. Vielleicht gehöre ich jetzt in die Kategorie der oben genannten, die sich in Zukunft auf einen Besuch von Brüno freuen können, aber ich kann das Ende nicht erklären.
Bis zu dem Punkt als Ben Affleck, mit Robin Wright Penn im Verlagsgebäude von Helen Mirren auftaucht, um sich von Russel Crowe interviewen zu lassen, war alles klar, aber dann keine Ahnung. Ich bin damit zum Glück nicht alleine auf dieser Welt. Das Original lief in England in der BBC und war eine Serie mit mehreren Teilen. Hier musste Hollywood wieder komprimieren und straffen. Das ist gelungen, bis auf das Ende.

Heute bin ich, wie ihr lesen könnt ein bisschen verwirrt. 2 Filme von denen ich es anfangs nicht erwartet hätte, haben mich nachdenklich zurückgelassen.
Aber das ist Kino, häufig bekommt man noch Dinge zu sehen, die man nicht für möglich gehalten hätte und das bleibt hoffentlich so.

Bis zum nächsten mal.
Und Tschüß.
Lg Euer
Steven Gätjen

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