Archive for Mai, 2009

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Der neue Jim Jarmusch Film "The Limits of Control

Mittwoch, Mai 27th, 2009

Alle paar Jahre fällt das Weihnachtsfest und der Geburtstag auf einen Tag. Nämlich immer dann, wenn ein Film von Jim Jarmusch in das Kino meines Vertrauens kommt. Ein Film zum Zurücklegen, in dem anders gehandelt, gedacht, gesprochen und gefilmt wird, als man es üblicherweise kennt. Angenehm und aufregend ist das. Schon nach wenigen Minuten ist alles wieder da, was ich an ihm so liebe. Da ist die Einstellung auf den Gitarrenkoffer in der Hand eines Bluesmusikers, der Blick aus dem fahrenden Auto auf Häuserzeilen, die die besten Tage hinter sich haben und natürlich diese Musik, die mit den Bildern verschmilzt und eine eigene Sprache spricht. Wir sind endlich wieder unterwegs. Glitzernde Straßengassen in der Nacht, Cafes, in denen Streichholzschachteln mit versteckten Botschaften an einen Killer überreicht werden, Sonne, gleissendes Licht, unglaubliche Bildsprache und plötzlich ist man aus der Jarmusch Heimat Amerika in Spanien gelandet. Handlung? Unwichtig. Figuren? Sehr wichtig! Von ihnen geht eine fast buddhistische Ruhe aus. Sie bewegen sich mit schrägen Gedankengängen durch eine Welt voll mit Merkwürdigkeiten, bei denen einem nichts anderes übrig bleibt  als absurde Schlussfolgerungen zu ziehen. Das ist der Moment, in dem Jim Jarmusch den Zuschauer da hat, wo er ihn haben will.

So weit ist Jim Jarmusch mit seiner assoziativen Sprache noch nie gegangen. Nicht in “Permanent Vacation” und nicht in “Stranger than paradise“. Dafür wimmelt es im Film nur so vor Anspielungen auf Filme wie “Point Blank“,oder “Der unsichtbare Dritte“. Hier spielt ein Regisseur mit unserer Liebe zum Kino und mit der Lust an grandiosen Bildern, ohne eine logische Geschichte zu erzählen. Die Schauspieler sind wie immer ein Glücksgriff: Isaach de Bancholè, den wir schon aus “Night on Earth” kennen, John Hurt mit seinem Gitarrenkoffer und wieder Bill Murray, dessen Gesicht für die Welt des Jim Jarmusch wie geschaffen ist. Erzählkino war gestern, dies hier ist Filmkunst, von dem größten aller Regisseure, dem Retter des anspruchsvollen Films. Gebt dem Mann ein Oscar für sein Lebenswerk! Doch seht selbst: Hier geht’s zum Filmtrailer!, und hier findet Ihr andere Jim Jarmusch Fans.

Andreas Heineke

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X-Men-Origins: Wolverine

Donnerstag, Mai 7th, 2009

Moin, Moin,

heute möchte ich mich gerne den Superhelden im Filmgenre widmen und dabei Einem ganz speziellen, den ich schon vor 2 Wochen angesprochen habe: „Wolverine“. Eine Figur die einem neben Superman, Batman und Spiderman vielleicht nicht gleich unbedingt beim Wort „Superheld“ in den Sinn kommt, denn er ist eher ein Antiheld. Raubeinig, wortkarg und immer extrem sauer.

Das macht ihn auf der anderen Seite, aber so sympathisch. Wir Kinofans können uns alle freuen, das die Batman Mania die in den 90er ihren Höhepunkt mit Joel Schumachers Film „Batman & Robin“ ihren Höhepunkt fand, zu Ende ist. Einfach zu bunt und am Ende nur noch chaotisch, wichtig waren Superstars, nicht die Geschichte. Das änderte sich mit Bryan Singer und Christopher Nolan, sie machten die Superhelden, so menschlich wie möglich, trotz ihrer Kräfte.Ich will böse, dunkle, mystische und gefährliche Superhelden. „Spiderman 1“ war sehr gut, „Batman Begins“ großartig und „The Dark Knight“ fantastisch.

Wo passt also „Wolverine“ rein?

Hugh Jackman sagte im Interview, das es seit dem ersten Teil der „X-Men“ sein größter Wunsch war, einen eigenen „Wolverine“ Film zu drehen. 8 Jahre hat es gedauert und 13 lange Monate ist er jeden morgen um 5 Uhr aufgestanden um seinen Körper zu meißeln und für diese Rolle zu stählen. Kein Wunder, das er zum „Sexiest Man Alive“ gewählt wurde. Für die Rolle war er also bereit.

Aber womit anfangen, wie die Geschichte starten? Es gibt so viele Geschichten zu den Anfängen von „Wolverine“, welche nehmen, ohne die Hardcore Fans zu verprellen? Hugh Jackman wählte die goldene Mitte, er nahm einige Passagen aus dem Comicbuch von „Wolverine-Origins“ und garnierte sie mit einer eigenen Story und einem Nebenbuhler, der auch gleichzeitig sein Bruder ist, Liev Schreiber alias Sabretooth. Für mich der eigentlich Clou des ganzen Films. Als Produzent schreckte Hugh aber auch nicht davor zurück andere interessante Casting-Entscheidungen zu treffen. Wie zum Beispiel mit Will I.am (von den Black Eyed Peas) , als John Wraith oder Dominic Monaghan, als Bolt. All das passt perfekt und man merkt das eine Menge Herzblut in dem Film steckt. Viele Kollegen die mit mir in der Pressevorführung saßen, sagten ihnen hätte der Film nicht gefallen, aber entweder habe ich ihn nicht verstanden, oder ich bin extrem leicht zufrieden zu stellen (was ich bezweifle), denn ich fand ihn absolut großartig. Super Action, sehr gute Schauspieler und ein offenes Ende.

Einziger Wehrmutstropfen, am Ende taucht ein extrem verjüngter Patrick Stewart, als Professor Charles Xavier, auf, bei dem man eindeutig sieht, dass sein verjüngtes „Ich“ am Computer hergestellt wurde. Man hätte ihn nur von hinten zeigen müssen und an Hand der Glatze und seiner Stimme hätten alle gewusst um wen es sich handelt. Nun noch mal zum Australier, der Logan die Härte und die Wut gibt, die der Charakter besitzt. Ein wirklich fantastischer Kerl, der nicht nur gut aussieht, sondern auch noch hochprofessionell und witzig ist. Jede Frage geht er mit Gelassenheit an und schreckt auch vor Ehrlichkeit nicht zurück. Für Ihn scheint dieses ganze politisch korrekte „blabla“ was seine Kollegen zelebrieren egal zu sein. Auf die Frage, was denn seine Frau zu seiner fantastischen Fitness gesagt hätte, antwortete er nur: „Für meine Frau ist wichtig, das die Frau neben ihrem Mann gut aussieht und nicht umgekehrt.“ Lange Rede kurzer Sinn, ich kann Euch „X-Men Origins-Wolverine“ nur absolut ans Herz legen, für mich eines der Highlights in diesem Jahr.

Euer Steven

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